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Die Stromerzeugung in Holzkirchen kann beginnen

10. Juli 2019

Nach monatelangen Untersuchungen und Prüfungen hat der TÜV jetzt grünes Licht für den Start der Stromerzeugung des Geothermiekraftwerks in der Alten Au der Gemeinde Holzkirchen gegeben.

Seit der ersten Bohrung in der Alten Au im Jahr 2016 bei der man auf Thermalwasser gestoßen war hat die Marktgemeinde Holzkirchen 40 Millionen Euro in das Geothermiekraftwerk investiert. Nachdem die Heizzentrale des Kraftwerks im Dezember 2018 erstmals Energie in das Fernwärmenetz einspeiste kann nun auch mit der Stromerzeugung begonnen werden.

Während des ersten Probebetriebs musste die Anlage zunächst für kurze Zeit stillgelegt werden, da es Probleme mit einem Kabel der Tauchkreiselpumpe gab, diese sind nun behoben. Die Pumpe wurde ausgebaut, repariert und wieder in Betrieb genommen. Nun hängt sie 550 Meter unter Geländeoberkante und fördert das 155 Grad Celsius heiße Wasser an die Oberfläche.

Die Gemeinde Holzkirchen ist hoch erfreut über die gute Nachricht. „Die Stromerzeugung ist der Haupt-Umsatzträger unserer Geothermie-Anlage. Von daher sind wir froh, dass das Kraftwerk nunmehr in Betrieb gehen kann“ so Albert Götz, Geschäftsführer der Gemeindewerke Holzkirchen gegenüber dem Münchner Merkur. Jeder Tag, an dem Strom produziert wird ist ein wirtschaftlicher Pluspunkt für das Projekt.

Vorbereitung der Anlage zur Stromerzeugung

Bevor das Kraftwerk jedoch mit ihrer Stromerzeugung endgültig ans Netz gehen kann, stehen noch einige technische Maßnahmen sowie das schrittweise Hochfahren der Anlage an. Eigens dafür ist ein Team von Experten des Kraftwerkherstellers Turboden vor Ort. Zunächst wird der interne Kreislauf hochgefahren, dann die Turbine und der Generator zugeschaltet. Ist alles aufeinander abgestimmt und synchronisiert kann mit der Stromerzeugung und der Stromeinspeisung in das öffentliche Netz begonnen werden.

Nach Inbetriebnahme der Anlage soll eine elektrische Leistung von mehr als drei Megawatt erzielt werden. Zum einen sieht die Gemeinde dies als ihren Beitrag zu einer umwelt- und klimaschonenden Stromerzeugung, zum anderen soll das Projekt die getätigten Investitionen wieder reinholen und zusätzliches Geld in die Kassen spülen.

Pluspunkt: Strom- und Wärmegewinnung in einem

Der große Pluspunkt des Projekts ist die Kombination von Strom- und Wärmegewinnung. Das macht es der Gemeinde möglich flexibler auf die saisonal unterschiedlichen Bedürfnisse einzugehen. Im Sommer ist reine Wärme-Geothermie aufgrund geringer Nachfrage unwirtschaftlich. Trotzdem kann diese Energie durch die Kombination von Strom- und Wärmegewinnung zur Stromerzeugung genutzt werden. Im Winter kann dagegen mehr Wärme produziert werden. Aus wirtschaftlicher Sicht ist dies für die Marktgemeinde optimal.
  (ez)

Quelle: 

Münchner Merkur

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