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Erstmals Geothermiekonferenz speziell zum Norddeutschen Becken

17. Mai 2010

Vom 7. bis 8. Oktober findet in Schwerin eine Geothermiekonferenz statt, die den Fokus auf die Potenziale der tiefen Geothermie im Norddeutschen Becken legt. Veranstalter ist die Freiburger Agentur Enerchange.

In Schwerin wird erstmals eine Geothermiekonferenz speziell zum Norddeutschen Becken ausgerichtet. Die Veranstaltung findet vom 7. bis 8. Oktober im Ludwig-Bölkow-Haus statt und wird von der Freiburger Agentur Enerchange organisiert.

In der ersten Ausgabe umfasst GeothermieNord ein Kongress sowie zwei Workshops und soll insbesondere Vertretern von Kommunen, Stadtwerken, Investoren und Projektentwicklern eine Möglichkeit bieten, um über sich vor Ort über die geologischen Besonderheiten und  die Entwicklung von Geothermieprojekten im Norddeutschen Becken zu informieren. Auch das Networking kommt nicht zu kurz: Am Abend des ersten Konferenztages lädt die WEMAG AG als Hauptsponsor der Konferenz alle Teilnehmer in die Orangerie des Schweriner Schlosses ein. Die WEMAG ist der regionale Energieversorger für West-Mecklenburg und hat 15 Jahre Erfahrung mit dem Betrieb der Geothermienanlage in Neustadt-Glewe.

Das norddeutsche Becken erstreckt sich West-Ost von der holländischen Grenze über Bremen Hamburg und Schwerin bis an die polnische Grenze. Im Süden endet es südlich von Hannover und reicht im Osten fast bis ans Erzgebirge. Die geographische Grenze im Norden ist Dänemark bzw. das Norddeutsche Becken streicht in die Nord- und Ostsee aus. Die Region bietet hervorragende Voraussetzungen, um Erdwärme in Kraftwerken nutzbar zu machen. Temperaturen in geeigneten Gesteinsschi chten von 130 – 160 °C sind keine Seltenheit, in einem begrenzten Gebiet zwischen Hannover und Celle sowie zwischen Wittenberge und der Müritz misst man sogar 160 – 190 °C.  Über 10.000 Erkundungsbohrungen nach Erdgas, Erdöl, Salz liefern zudem eine umfassend Datenbasis für eine aussagekräftige Voruntersuchung der geologischen Gegebenheiten.

Mit der Konferenz GeothermieNord will die Agentur Enerchange nach eigenen Angaben dieses Potential wieder stärker in den Fokus der Geothermiebranche rücken. Auch deshalb, weil so die Möglichkeit besteht, die spezifischen Herausforderungen des Norddeutschen Beckens, etwa die Reservoirerschließung und hochmineralisierten Thermalwässer, im Rahmen einer eigenen Veranstaltung zu diskutieren. Weitere Informationen, das vorläufige Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung unter: www.geothermienord.de (ag)

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