Seismische Untersuchungen im Südosten von München

18.12.2019 | Valerie Hecht
Jörg Uhde, Pfalzwerke geofuture GmbH

Die Stadtwerke München (SWM) planen den weiteren Ausbau der tiefen Geothermie und wollen daher das tiefengeothermische Potential im Süden Münchens erkunden. Ab Januar 2019 sollen daher seismische Messungen im Südosten von München durchgeführt werden.

Praxisforum Geothermie.Bayern

Voraussichtlich im Januar und Februar sollen die Messfahrzeuge in Teilen des Perlacher und des Hofoldinger Forsts – sowie den Gemeinden Neubiberg, Putzbrunn, Grasbrunn, Ottobrunn, Hohenbrunn, Taufkirchen, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Brunnthal, Sauerlach, Egmating, Aying, Unterhaching, Oberhaching, Grünwald und Otterfing unterwegs sein.

Bei seismischen Messungen werden an der Erdoberfläche mittels Vibro-Fahrzeugen Schallwellen in den Untergrund geschickt, um an ein seismisches Echo von Gesteinsflächen bis in mehrere 1.000 Meter Tiefe zu erhalten. Durch die Reflektion bzw. Refraktion der Schallwellen an den Grenzflächen verschiedener Gesteinsschichten, können geologische Formationen erkannt werden. Hierfür werden Vibro-Fahrzeuge mit einer Breite von drei Meter an den vorgesehenen Strecken, sogenannten Messlinien entlangfahren und durch kurze Vibrationen Schallwellen erzeugen. Die Erschütterungen sind für die Bevölkerung nur in unmittelbarer Nähe der Fahrzeuge spürbar.

Einige Landwirte wurde von den dem Partnerunternehmen der SWM, IPS, Celle bereits um Befahrungserlaubnis angefragt. Bis zum Start der Messungen sollen alle betroffenen Grundstücksbesitzer gefragt und informiert worden sein. Besorgt zeigt sich Georg Schlickenrieder von der CSU während der Diskussion im Gemeinderat von Otterfing. Er stellte im Merkur klar, dass bei Flurschäden ein Ausgleich an die Besitzer gezahlt werden müsse. Das hätten die SWM aber bereits zugesichert, so Jakob Eglseder, Bürgermeister der Gemeinde Otterfing.

Der Bürgermeister erklärte weiter, dass die vibrationsseismischen Messungen ausschließlich für den Geothermie-Ausbau genutzt werden sollen und nicht für die umstrittenen Erweiterungspläne für die Wasserschutzzone Thalham-Reisach-Gotzing.

Quelle:

 Merkur

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