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Geothermie für den Campus: Forschung und Praxis in Karlsruhe

9. Juli 2020

Wissenschaftler*innen aus Natur-, Ingenieur- und Sozialwissenschaften arbeiten derzeit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammen, um gleichzeitig das geothermische Potenzial zur Versorgung des Hochschulcampus‘ und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung eines Geothermieprojektes zu erforschen.

Die geologischen Gegebenheiten des Oberrheingrabens machen es möglich: Karlsruhe verfügt über ein erhebliches geothermisches Potenzial, in rund 3.000 Metern Tiefe sind Temperaturen von 170 Grad Celsius zu erwarten.

Doch trotz erfolgreich betriebener Geothermieanlagen, beispielsweise im nur 20 Kilometer entfernten Bruchsal oder im pfälzischen Insheim, ist der Widerstand gegen geothermische Projekte bei der südbadischen Bevölkerung oft hartnäckig. So scheiterte das Projekt Brühl neben bohrtechnischen Schwierigkeiten auch am kategorischen Nein des Gemeinderates.

Transparenz und Mitbestimmung

„Am Beispiel der Geothermie möchten wir einen neuen Weg erproben, wie Infrastruktur zur Nutzung regenerativer Energien geplant werden kann“, erklärt Projektleiterin Christine Rösch vom KIT in einer Pressemitteilung. Besonders wichtig sei es dabei, dem gesellschaftlichen Anspruch nach Transparenz und Mitbestimmung besser gerecht zu werden.

Das Forschungsprojekt ist am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT angesiedelt und trägt den einprägsamen Namen GECKO, was für „Nutzung der GEothermie für eine klimaneutrale Wärmeversorgung am KIT (Campus Nord) – inter- und transdisziplinäres Co-Design eines UmsetzungsKOnzepts“ [sic!!!] steht.

Geplant sind zunächst Workshops mit Bürger*innen sowie Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die Veranstaltungen dienen dazu, die mit der Geothermie verbundenen Vorstellungen, Befürchtungen und Hoffnungen zu analysieren sowie Kriterien und Szenarien für ihre Nutzung zu entwickeln. Das so entstandene Wissen soll dann in das Nutzungskonzept für die Geothermie am KIT-Campus Nord einfließen. (kj)

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