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Grenzüberschreitendes Projekt im Oberrheingraben erhält EU-Fördermittel

8. Juli 2014

Das deutsch-französische Projekt Geostras, das bei Straßbourg geothermische Energie erschließen soll, erhält 17 Millionen Euro Fördergeld aus dem NER300-Förderprogramm, wie die EU-Kommission heute mitteilt. Die französische Umweltministerin Ségolène Royal gratulierte der Firma Fonroche aus Südwest-Frankreich, die die Förderung erhält.

Wie die Europäische Kommission heute in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurde im Rahmen der zweiten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für das so genannte NER300-Förderprogramm Mittel in Höhe von 1 Mrd. EUR an 19 Projekte zur Bekämpfung des Klimawandels vergeben. Die Mittel für die Projekte stammen aus Einnahmen aus dem Verkauf von Emissionsrechten innerhalb des EU-Emissionshandelssystems. Dadurch werden Umweltverschmutzer zu einer treibenden Kraft bei der Entwicklung neuer CO2-armer Initiativen.

Die Mittel dienen der Demonstration von Technologien zur Steigerung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen in der gesamten EU und von Technologien zur Abscheidung und Speicherung von CO2-Emissionen. Die Projekte, die heute Kofinanzierungsmittel erhalten haben, betreffen eine Vielzahl von Technologien – Bioenergie, konzentrierte Solarenergie, Geothermie, Fotovoltaik, Windenergie, Meeresenergie, intelligente Netze und erstmalig CO2-Abscheidung und ‑Speicherung (CCS).

„Mit diesen ganz neuen Projekten werden wir zum Klimaschutz beitragen und Europa weniger energieabhängig machen", erklärt die für Klimapolitik zuständige EU-Kommissarin Connie Hedegaard." Sie führt weiter aus: "Die Mittel in Höhe von 1 Mrd. EUR, die wir heute vergeben, werden weitere private Investitionen in Höhe von 900 Mio. EUR mobilisieren. Damit stehen fast 2 Mrd. EUR für Investitionen in klimafreundliche Technologien hier in Europa zur Verfügung. Dies ist ein Beitrag dazu, die Energieausgaben der EU für den Import von fossilen Brennstoffen um mehr als 1 Mrd. EUR pro Tag zu senken.“

Durch die heute bekannt gegebene Auswahl der Projekte wird die jährliche Erneuerbare-Energien-Produktion in der EU um fast 8 Terawattstunden (TWh) steigen. Dies entspricht dem gesamten jährlichen Stromverbrauch von Zypern und Malta. Zusammen mit den 20 Projekten aus der ersten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen werden die NER300-Projekte während der Bau- und Betriebsphase auch mehrere Tausend Arbeitsplätze schaffen.

Unter anderem wird das erste grenzüberschreitende NER 300-Vorhaben für den Bau eines geothermischen Kraftwerks für die Strom- und Wärmeerzeugung an der deutsch-französischen Grenze in der Nähe von Straßburg gefördert. Die Entwicklung eines geothermischen Kraftwerks in Kroatien, dem jüngsten EU-Mitgliedstaat, wird ebenfalls aus Mitteln des Programms gefördert.

Die 19 Projekte werden in 12 EU-Mitgliedstaaten durchgeführt: Dänemark, Estland, Frankreich, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Portugal, Schweden, Spanien, Vereinigtes Königreich und Zypern.

Der Name des NER300-Programm aus dem Verkauf von 300 Millionen Emissionszertifikaten aus der Reserve für neue Marktteilnehmer (new entrants' reserve, NER) die für die dritte Phase des EU-Emissionshandelssystems (EU-EHS) geschaffen wurde. (js)

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