Leichte Seismizität in Poing

08.12.2016 | Anlagenbetrieb, Projekte | Sabine Volland
Geothermiebohrung in Bayern

In Poing wurden gestern am frühen Morgen leichte seismische Ereignisse im Ort registriert. Berichte über Schäden gibt es bislang keine.

Über die genaue Ursache herrscht noch keine abschließende Klarheit. Auch die Stärke der seismischen Entladung wird unterschiedlich angeben. So zitieren Merkur und die Abendzeitung eine Magnitude von 2,7 auf der Richterskala. Die Süddeutsche Zeitung hingegen spricht von einer Stärke von 2,1. Beide Werte gehören zu den extrem leichten seismischen Ereignissen, die generell als nicht oder nur in Ruhe spürbar, aber messbar eingestuft werden. Auch über die Herdtiefe gibt es unterschiedliche Angaben. Der Merkur gibt eine Tiefe von sechs bis sieben Kilometern für das seismische Ereignis an, die Abendzeitung zitiert vier Kilometer. Gespürt wurde das Ereignis von einigen Anwohnern als kurze und leichte Vibration, die nach Angaben der Süddeutschen Zeitung nicht mehr als sieben Sekunden gedauert habe. Gemessen wurde die Seismizität um 6.28 Uhr sowohl von der Österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik als auch vom Erdbebendienst Bayern. Eine genaue Datenanalyse soll nun Klarheit über den Auslöser und die mögliche Ursache liefern. Die Bayernwerk AG, Betreiber der Poinger Geothermie-Anlage, lässt den Produktionsort nun mit einer Anlage zur seismischen Überwachung nachrüsten, um zukünftig einen Nachweis zu führen, ob derartige Ereignisse mit dem Regelbetrieb in Zusammenhang gebracht werden können, wie derzeit diskutiert.

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