Neue Bohrung für Projekt in Mehrnbach ausgeschrieben

16.02.2018 | Jochen Schneider
Standardbild News Tiefe Geothermie

Nach der Panne der dritten Bohrung, die zur Insolvenz der Bohrfirma führte, hat die die Energie Ried jetzt eine neue Bohrung ausgeschrieben, die bis September 2018 geothermische Wärme liefern soll.

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Das dritte Bohrloch wurde unbeabsichtigt zementiert, nachdem sich während des Zementierungsvorgangs eine Verschraubung der Verrohrung gelöst hatte. Die Bohrfirma hatte daraufhin Insolvenz angemeldet und die Bohrung musste aufgegeben werden. Der Schaden von geschätzten 1,3 Millionen Euro geht zu Lasten des Betreibers, wie die laut OÖNachrichten melden.

Jetzt ist eine neue Bohrung im Abstand von sechs Metern zur dritten geplant. Dafür wurde jetzt die Ausschreibung gestartet. Die Kosten für die neue Bohrung bis in 2.600 Meter Tiefe sind mit 3,1 bis 5,1 Millionen Euro budgetiert. Zusammen mit den Kosten aus der fehlgeschlagenen dritten Bohrung wird die Erweiterung der Anlage in Mehrnbach teurer als geplant. "Es verlängert sich die Zeit, bis sich die Gesamtinvestition amortisiert. Mit den Kunden haben wir langfristige Verträge, auf die Kunden schlägt das nicht durch", wird der Geschäftsführer der Energie Ried Helmut Binder in den OÖNachrichten zitiert. Bis zur Fertigstellung muss in der Heizperiode mit Gas geheizt werden. Dies variiert von drei Millionen Kilowattstunden im vorherigen Januar zu 300.000 Kilowattstunden in diesem milderen Januar.

Die dritte Bohrung war notwendig geworden, da die heißere Bohrung des bestehende Anlage auf Gund von Förderkonflikten mit den Thermen in Bad Füssing nicht als Förderbohrung genutzt werden kann.

Quelle:

OÖNachrichten

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