Vapori di birra – ein Prosit auf die Geothermie!

05.02.2019 | Karin Jehle
Geothermiebohrung in Bayern

Im italienischen Larderello (Toskana) produziert eine mit Geothermie betriebene Brauerei emissionsfreies Bier. Damit schließt sich der Kreis zwischen Craaft-Bier von hoher Qualität und regenerativer Energie aus der Tiefe der Erde. Dampfbier (Vapori die Birra) nennt sich das Ergebnis.

Wie die Agentur Bloomberg berichtete, nutzt der 66jährige Energietechniker Edo Volpi seinen Ruhestand, um seine Arbeit mit seiner Leidenschaft aufs Produktivste zu verbinden. 33 Jahre lang hat er für Enel SpA Geothermieanlagen in Mittelitalien betreut. Am Feierabend experimentierte Volpi in seinem Hinterhof als Brauer – Homebrewing wird auch in Italien immer populärer.

Schon 2013 begann er, den Dampf, der die geothermischen Anlagen seines Arbeitgebers betrieb, auch für seine Brauversuche zu nutzen. Heute ist Volpi im Ruhestand und kann sich voll und ganz dem Brauen widmen. Waren es zu Anfang 1.600 Flaschen „Zero-Emission-Beer“, die er jährlich produzierte, so verließen 2018 schon 40.000 Flaschen die Brauerei.

Auch die Namen der Biere lassen auf die geothermale Produktion schließen: Geyser Ale, Sulfurea Weiss Beer und Magma Double Malt Amber klingen wie direkt aus dem Erdinneren gesprudelt.

Gleichzeitig ist die kleine geothermale Brauerei ein Anziehungspunkt für Touristen, was der Entwicklung des Öko-Tourismus in der Toskana dient. Dabei ist Italien nicht das erste Land, das ein geothermales Bier im Angebot hat. Unser Partner ThinkGeoEnergy berichtete schon über Projekte aus Island und den USA.

Quelle:

Bloomberg,

ThinkGeoEnergy