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Gemeinde übernimmt die Hälfte des Geothermie-Projekts Kirchweidach

27. August 2016

Diese Woche hat die 100 Prozent gemeindeeigene Kirchweidacher Energie GmbH (KiwE) sämtliche Geschäftsanteile der Geoenergie Bayern GmbH übernommen. Nun hofft man auf den längst überfälligen Bau des ehemals versprochenen Kraftwerks zur Stromerzeugung.

Mehrere Millionen Euro werden noch in den Kraftwerksbau investiert werden müssen, bevor das Geothermie-Projekt Kirchweidach Gewinne erwirtschaftet. Bereits seit 2011 ist der Bau eines stromproduzierenden Geothermie-Kraftwerks in Kirchweidach vorgesehen. Wie die Passauer Neue Pesse diesen Donnerstag schrieb, versprach die FG.de-Gruppe, 50 prozentige Anteilseignerin am Bohrloch, bereits seit 2013 große Investitionssummen in das Geothermie-Projekt und den Kraftwerksbau. Doch nachdem die Fernwärmeproduktion startete und sich 2014 der Betrieb des Gemüsebauers Josef Steiner als Hauptabnehmer an die Fernwärme angeschlossen hat, ist es sehr still geworden um das Kirchweidacher Geothermie-Projekt. Die Investitionen für den Bau eines stromgeführten Kraftwerks, mit dem das Geothermie-Projekt lukrativ hätte wirtschaften können, blieben aus.

Die Geoenergie Bayern GmbH hatte noch weitere Geothermie-Projekte in der Planung, unter anderem das Projekt Garching an der Alz im Landkreis Altötting. Anfang dieses Jahres wurden diese Projekte auf eine Schwestergesellschaft übertragen, die für die Umsetzung und Entwicklung dieser Projekte sorgen soll. Um das bereits laufende Geothermie-Projekt Kirchweidach weiter zu entwickeln, unterzeichnete die gemeindeeigene KiwE GmbH am 22. August 2016 den Kaufvertrag über sämtliche Anteile an der Geoenergie Bayern GmbH. Verkäufer der Anteile ist eine von einem Europäischen Fondsmanager verwaltete Gesellschaft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der Geschäftsführer der Geoenergie Bayern, Bernhard Gubo, erklärte in der Pressemitteilung der KiwE: „Durch den Verkauf können wir uns mit voller Kraft auf die Folgeprojekte konzentrieren. Es freut uns, dass die KiwE aus den Reihen der Bieter am Schluss den Zuschlag für den Erwerb der Anteile erhalten hat. Auch der Kirchweidacher Bürgermeister, Johann Krumbachner, ist erleichtert über diesen Schritt. „Mit der Übernahme der Geoenergie Bayern GmbH ist der Weg frei für die geplante Errichtung eines zusätzlichen Kraftwerkes zur Stromerzeugung aus Tiefengeothermie in Kirchweidach“, so Krumbachner. „Unsere Gemeinde kann mit diesem Schritt einen weiteren wichtigen Beitrag zur Versorgung des Umlands mit erneuerbarer Energie leisten.“

Die Geoenergie Bayern GmbH ist 50-prozentige Anteilseignerin der Geoenergie Kirchweidach GmbH und dadurch Eigentümerin von 50 Prozent der Kirchweidacher Tiefbohrungen. Sie wird der KiwE die Bohrungen für die Fernwärmeversorgung und die Beheizung der 20 Hektar zur Verfügung stellen.

Geschäftsführer der KiwE, Marcus Hansen, ist über den Erwerb der Geoenergie Bayern GmbH positiv gestimmt. Er weiß, dass für den Kraftwerksbau zur Stromerzeugung in den nächsten Jahren große Investitionen anstehen werden, ist aber überzeugt, dass die Gemeinde dies stemmen kann. Auch Landrat Erwin Schneider begrüßt das Engagement der Gemeinde Kirchweidach. Er sieht das geplante Kraftwerk als einen Beitrag zur autarken Energieversorgung des Landkreises und hofft auf die Umsetzung weiterer Geothermie-Projekte im Landkreis Altötting. (sv)

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