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Kirchweidach

Status: 
in Betrieb
TH 1 in m (MD): 
3.800
TH 2 in m (MD): 
3.850
Nutzungsart: 
Wäremauskopplung für Fernwärme und Gemüseanbau
Temperatur in °C: 
ca. 130
Förderrate in L/s: 
ca. 150
Zielnutzhorizont: 
Malm

In dem Projekt 75 km östlich von München wurden bereits zwei Bohrungen abgeteuft. Die Gemeinde koppelt Wärme für Gewächshäuser zum Tomatenanbau aus, ein kommunales Fernwärmenetz ist geplant. Seit 2016 ist die Gemeinde Kirchweidach einer der beiden Gesellschafter.

Die erste Bohrung, die Anfang Mai 2011 beendet wurde, hat eine Tiefe von 3.800 Metern und eine Länge von 4.900 Metern. Sie wurde abgelenkt über eine Strecke von 1.200 Meter horizontal im Malm gebohrt und hat Störungs- und Verkarstungszonen erschlossen. Die Temperatur des Tiefengrundwassers liegt bei etwa 130 Grad Celsius.

Die zweite Bohrung, die Injektionsbohrung, wurde von demselben Bohrplatz abgeteuft. Im September 2011 hat sie die Endteufe von 3.800 Metern erreicht, war jedoch nicht fündig. Ein Sidetrack ab einer Tiefe von 3.000 Metern aus dem Bohrloch heraus hatte in 3.850 Meter Tiefe mehr Erfolg. Nach einer Bohrstrecke von über 5.130 Metern, der bis dahin längsten Geothermiebohrung, wurde Mitte Dezember 2011 Tiefengrundwasser gefunden.

Auf Grund der Erwartungen einer möglichen Förderrate von 150 Liter pro Sekunde wurde in dem Langzeitpumptest ab Mai 2012, die neu entwickelte und leistungsstärkste Pumpe von Canadian Advanced, mit einer Leistung von 1,6 Megawatt, eingesetzt. Während des Pumptests kam es unter anderem auf Grund von Pumpendefekten immer wieder zu Verzögerungen. Die Testarbeiten zogen sich so bis in die zweite Jahreshälfte 2012 hin.

Nach mehreren Jahren Betrieib hat in 2016 die Gemeinde Kirchweidach die Firma Geoenergie Bayern gekauft und wurde damit einer der beiden Gesellschafter. Seit 2013 hatte die Gemeinde mit einem Wärmeliefervertrag, der Projektgesellschaft die Wärme abgekauft und damit unter andern den Gemüseanbau versorgt. Für die Förderung des heißen Thermalwassers hat die Kirchweidacher Energie GmbH die entsprechenden Fördereinrichtungen selbst angemietet und installiert.

Die geplante Kraftwerksanlage soll eine elektrische Leistung von 500 Kilowatt habe. Ursprünglich geplant war eine Anlage mit 6,7 Megawatt. Die mögliche Wärmeauskopplung beträgt rund 13.000 Megawattstunden pro Jahr. Damit kann die Gemeinde den komplette Wärmebedarf der Gemeinde decken.

Beteiligte Firmen: 

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