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Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis für Neuperlach

29. Juli 2019

Im Feld „Neuperlach“ suchen die Stadtwerke München nach einem geeigneten Bohrplatz, um das in der Tiefe vorhandene Potenzial für die geothermische Fernwärmeversorgung anzuzapfen. Die bergrechtliche Genehmigung wurde nun bis 2022 verlängert.

Aus dem Jahr 2005 stammt die erste Aufsuchungserlaubnis der Stadtwerke München (SWM) für den Claim „Neuperlach“. Die Genehmigung wurde seitdem immer wieder erneuert. Die Erschließung neuer Standorte für die Geothermie ist sehr aufwändig, gerade in einem dicht besiedelten Gebiet wie dem Münchner Raum.

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung suchen die SWM aktuell in Neuperlach nach geeigneten Bohrstandorten. Eine genauere Lokalisierung der Bohrungen sei derzeit noch nicht möglich. So teilten die SWM nach Angaben der SZ mit, dass „zum jetzigen Zeitpunkt weder die Nennung von Zielen noch von oberirdischen Standorten zielführend" sei.

Wichtig sei den SWM, dass der Standort in die Stadt passe und Akzeptanz finde. Man werde deshalb frühzeitig an die Öffentlichkeit gehen und den Standort vorstellen.

Weiterer Schritt zur Fernwärmevision 2040
Der Standort Neuperlach wäre ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer vollständigen Versorgung der Großstadt München mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien. Dieses ambitionierte Ziel haben sich die SWM auf die Fahnen geschrieben.

Bereits seit 2004 versorgt das geothermische Heizwerk in Riem 16.000 Menschen mit Wärme aus der Tiefe. 2014 ging in Sauerlach ein geothermisches Kraftwerk in Betrieb. Neben Strom für rund 16.000 Haushalte speist es das Fernwärmenetz des Stadtteils. Insgesamt gehört Sauerlach damit zu den wenigen Gemeinden, die auf ihrem Gebiet mehr Wärme und Strom regenerativ erzeugen, als verbraucht wird.

2016 ging dann die Geothermieanlage Freiham ans Netz und deckt seitdem die Grundlast des Wärmebedarfs im neu entstehenden Stadtteil Freiham sowie in benachbarten Gebieten im Münchner Westen. Zudem erwarben die SWM 2016 zwei weitere Geothermie-Kraftwerke in Dürnhaar und in Kirchstockach.

Seit April 2018 teufen die SWM am Heizkraftwerk Süd in Thalkirchen insgesamt sechs Tiefenbohrungen ab. Entstehen soll die größte Geothermieanlage Deutschlands mit einer Gesamtleistung von bis zu 50 MW. Bis Ende 2019 sollen die Arbeiten an allen sechs Bohrungen abgeschlossen sein und die Anlage in Betrieb gehen. Ab 2020 soll sie dann über die Netze Innenstadt, Sendling und Perlach 80.000 Menschen mit regenerativer Fernwärme aus Geothermie versorgen. (kj)

Quelle: 

Süddeutsche Zeitung, www.tiefegeothermie.de

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