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Zweite Geothermie-Bohrung beim Münchner Heizkraftwerk Süd erfolgreich abgeschlossen

24. Januar 2019

Die Stadtwerke München haben mit ihrer zweiten Bohrung die Endteufe in 3.044 Metern Tiefe erreicht. Leistungstests für Temperatur und Schüttung sind äußerst vielversprechend, wie der Energieversorger jetzt in einer Pressemeldung mitteilt.

80.000 Menschen soll das Heizkraftwerk Süd der Stadtwerke München (SWM) mit geothermaler Wärme versorgen. Der Erfolg der zweiten Bohrung, die bereits im Dezember abgeschlossen wurde, lässt die Vision ein Stück näher rücken. In 3.044 Metern Tiefe ist das Bohrziel erreicht, aufgrund der Ablenkung ist die Bohrstrecke insgesamt 4.060 Meter lang.

In Leistungstests haben die SWM nun Temperatur und Schüttung des Tiefengrundwassers untersucht. „Mit 108 Grad Celsius ist die Temperatur deutlich höher als erwartet“, freut sich Helge-Uve Braun, technischer Geschäftsführer der SWM. „Ausgegangen sind wir von 102 Grad Celsius. Die Schüttung liegt mit rund 100 Litern pro Sekunde im Plan. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die tatsächliche Leistung der Anlage mehr als die geplanten 50 Megawatt betragen wird.“ Somit könne man eventuell sogar noch mehr Haushalte an die geothermische Fernwärmeversorgung anschließen, als ursprünglich anvisiert.

Ende 2019 sollen alle sechs Bohrungen abgeschlossen sein.
Die Arbeiten für die dritte von insgesamt sechs Bohrungen haben bereits begonnen. Alle gehen vom gleichen Bohrplatz aus, eine Besonderheit der jüngsten Münchner Geothermieanlage, die zudem eine der größten in Mitteleuropa ist. Bis Ende 2019 sollen die Bohrarbeiten abgeschlossen sein. Gleichzeitig gehen die Bauarbeiten an der Heizzentrale, welche die Technik beherbergen wird, voran.

2020 sind Langzeitpumpversuche vorgesehen, anschließend wird das geothermische Heizwerk ans Netz gehen. „Die Anlage wird die bisher leistungsfähigste in München und die bislang größte Geothermieanlage Deutschlands“, so Helge-Uve Braun. „Ein weiterer Schritt auf unserem Weg, die Fernwärme in München bis 2040 CO2-neutral zu erzeugen.“ (kj)

Quelle: 

Pressemeldung Stadtwerke München

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