Zweiter Sidetrack für Holzkirchen

20.10.2016 | Projekte, Reservoirerschließung | Sabine Volland
Geothermiebohrung in Bayern

In der zweiten Bohrung steckt ein Rohrstrang fest und lässt sich nicht mehr bewegen. Nun muss ein Sidetrack gebohrt werden, damit das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Es wird der zweite Sidetrack sein, der im Geothermieprojekt Holzkirchen gebohrt werden muss. In 2.500 Metern Tiefe hat sich ein 1.000 Meter langer Rohrstrang verkeilt, dessen oberen Teil man noch entfernen konnte. Der untere Teil des Rohrstranges muss nun aufgegeben werden. Da in dem Bohrloch kein Durchkommen mehr ist, muss von der Anlandestelle in 2.500 Metern Tiefe eine Seitenbohrung zum Zielhorizont angesetzt werden. Damit verzögert sich die Zeitplanung im Holzkirchener Geothermieprojekt ein weiteres Mal. Ursprünglich sollte die zweite Bohrung bis Oktober dieses Jahres fertig sein. Nun wird die Fündigkeit im Dezember erwartet. Bis alle Tests durchlaufen sind und der Bohrturm abgebaut ist, wird es wohl Anfang nächsten Jahres werden, erklärte Albert Götz, Geschäftsführer der Geothermie Holzkirchen GmbH im Merkur.  Es wird mit mehr als drei Millionen Euro Mehrkosten alleine für die Bohrung gerechnet.

Bereits in der ersten Bohrung musste ein Sidetrack gebohrt werden, da eine Gasblase in 4.200 Metern Tiefe umfahren werden musste.

 

Quelle:

Merkur