Kontakt
Geothermie Unterschleißheim AG
Rathausplatz 1
85716 Unterschleißheim
Telefon: (089) 31009-105
Telefax: (089) 31009-166
E-Mail: tstockerl [at] ush.bayern.de
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Nach einer erfolgreichen Machbarkeitsstudie beschloss der Unterschleißheimer Gemeinderat im Jahr 1999 die Verwirklichung eines Geothermie-Projekts. Daraufhin wurde im Jahr 2000 die Geothermie Unterschleißheim AG gegründet, die gleich die Arbeit an dem Projekt aufnahm.
Vom Dezember 2001 bis Dezember 2002 wurden die beiden Bohrungen abgeteuft. Zeitgleich liefen die Bauarbeiten am Fernwärmenetz und an der Energiezentrale. Mit der erstmaligen Versorgung des städtischen Freizeitbades am 28. Juli 2003 verlief die Inbetriebnahme der Anlage erfolgreich.
Die Anlage hat eine Leistung von 28 Megawatt thermisch und eine anfängliche Netzlänge von 13 Kilometern. Damit wurden zunächst 220 Wohngebäude, fast alle kommunale Einrichtungen sowie verschiedene andere Gebäude mit umweltfreundlicher Wärme versorgt. Mittlerweise versorgt die Geothermie Unterschleißheim ein Drittel aller Haushalte sowie zahlreiche kommunale und gewerbliche Gebäude in Unterschleißheim.
Bis zum Jahr 2025 hat die Stadt Unterschleißheim rund 36,5 Millionen Euro in Bohrung, Energiezentrale und Leitungsbau investiert. Die wirtschaftliche Gewinnzone wurde nicht wie vorausgesagt erst 2028, sondern schon 2014 erreicht. Die betriebswirtschaftlichen Überschüsse werden vollständig in den Ausbau des Fernwärmenetzes und die Erweiterung der Heizzentrale investiert.
Bis 2028 sollen weitere 30 Millionen Euro in den Netzausbau fließen. Ebenfalls im Rahmen des "Bundesförderprogramms für Effiziente Wärmenetze" (BEW) wird die Geothermie-Anlage durch den Einbau einer leistungsstarken Wärmepumpe aufgerüstet. Voraussichtlich im Jahr 2027 soll die geplante Großwärmepumpe in Betrieb genommen werden und die Leistung der Anlage von derzeit 42 auf zukünftig 60 Megawatt steigern.
Dieser Leistungssprung eröffnet die Möglichkeit, weitere Stadtgebiete an das Wärmenetz anzuschließen. Parallel dazu ist eine zweite Förderbohrung in Planung, um die Versorgung aus tiefengeothermischer Wärme, die bereits bei rund 70 Prozent liegt, weiter auszubauen.