Unterschleißheim

Projektgebiet:
An die Oberfläche gepumptes dampfendes heißes Thermalwasser aus der Förderbohrun
Status
in Betrieb
TH 1 in m (MD)
1.961
TH 2 in m (MD)
2.002
Nutzungsart
Hydrothermal, Dublette
Temperatur in °C
78
Förderrate in L/s
90
Mineralisation in mg/L
k.a.
Zielnutzhorizont
Malm
Installierte thermische Leistung in MW
7,98

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Seit über zehn Jahren existiert das Geothermiekraftwerk in Unterschleißheim. Die Gemeinde hat somit die erste Geothermieanlage im Raum München.  

Die Idee zur Realisierung eines Geothermieprojektes in der Gemeinde Unterschleißheim entstand bereits 1998.

Nach einer erfolgreichen Machbarkeitsstudie beschloss der Gemeinderat im Jahr 1999 die Umsetzung des Projektes. Es wurde im Jahr 2000 die Geothermie Unterschleißheim AG gegründet, die gleich die Arbeit an dem Projekt aufnahm.

Vom 19. Dezember 2001 bis 13. Dezember 2002 wurden beide Bohrungen abgeteuft. Zeitgleich liefen die Bauarbeiten am Fernwärmenetz und an der Energiezentrale. Mit der erstmaligen Versorgung des städtischen Freizeitbades am 28. Juli 2003 verlief die Inbetriebnahme der Anlage erfolgreich und konnte im Jahr 2013 das zehnjährige Bestehen feiern.

Gleich zu Beginn, im Jahr 2004 gab es einen großen Schaden mit dem Abriss der Tauchkreiselpumpe. Dafür läuft die neu eingebaute Pumpe seitdem problemlos.

Die Anlage hat eine Leistung von 28 Megawatt thermisch und eine Netzlänge von 13 Kilometern. Damit werden 220 Wohngebäude, fast alle kommunale Einrichtungen sowie verschiedene andere Gebäude mit umweltfreundlicher Wärme zu versorgen. 2012 wurden insgesamt fast 42 Millionen Megawattstunden Wärme mit einem Geothermieanteil von 81 Prozent geliefert.

Die Investition der Stadt Unterschleißheim liegt bei 22 Millionen Euro, nach 13 Jahren wird sich die Anlage amortisiert haben. 2013 soll das Jahresergebnis vor Steuern nur noch -155.000 Euro betragen, 2016 der erste Gewinn in den Büchern stehen. Das spiegelt auch die positive Entwicklung der geothermischen Wärmeversorgung in Unterschleißheim wieder, denn mit dem Break-even wurde usprünglich erst 2028 gerechnet. Diese postiven Aussichten erlaube  auch Überlegungen zu einer dritten Bohrung.

Das operative Geschäft der Geothermieanlage in Unterschleißheim liegt in Händen der STEAG New Energies, dem Pächter und Betreiber der Anlage und des Wärmenetzes.

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