Weilheim

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beendet

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Geothermieprojekt Weilheim

Nachrichten zum Projekt

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Weilheim in Oberbayern liegt südwestlich von München. Dort wurde ab 2010 an einem Geothermie-Projekt gearbeitet, das die hohen Erwartungen aber nicht erfüllte und letztendlich gestoppt wurde. Seit 2023 wird die Region von Eavor neu untersucht. 

Ein Geothermiekraftwerk mit einer elektrischen Leistung von bis zu 26 Megawatt plante die Erdwärme Oberland GmbH gemeinsam mit dem italienischen Energiekonzern Enel Green Power in der Lichtenau bei Weilheim in Oberbayern. Geplant war eine Dreifach-Dublette mit Bohrungen in über 5.000 Meter Tiefe.

Im Einsatz war eine der größten Bohranlagen Mitteleuropas, die T-46 von KCA Deutag mit einer Maximallast von 510 Tonnen. Nach der ersten Bohrung stieg Enel im Januar 2018 jedoch aus dem Projekt aus.

Die Temperatur des Thermalwassers aus dem 5.000 Meter tiefen Bohrloch hatte die Erwartungen weit übertroffen. Anstelle von erwarteten 140 Grad Celsius wurden 165 Grad Celsius gemessen. Die Förderrate war allerdings zu gering. Die gefundene Menge an heißem Wasser aus der ersten Bohrung genügte Enel nicht, um die Investition von rund 80 Millionen Euro für ein Kraftwerk zu rechtfertigen.

Außerdem gab es während der Bohrung immer wieder Verzögerungen und Stillstände, die zu einer Bohrdauer von über einem Jahr führten. Ein größeres Problem war dann auch gefundenes Erdgas.

Im April 2018 übernahm der auf erneuerbare Energien spezialisierte finnische Investor "Taaleri Sijoitus Oy“ aus Helsinki die Enel-Anteile an der Erdwärme Oberland. Weitere Tests sollten durchgeführt und dann über die Fortführung des Projekts entschieden werden.

Im Mai 2018 gab die Erdwärme Oberland bekannt, dass die Gasvorkommen weitere Tests unmöglich machten. Das Projekt wurde gestoppt.

Seit 2023 gibt es einen neuen Anlauf, die hohen Temperaturen im Untergrund unter Weilheim zur Energieerzeugung zu nutzen. Die Eavor GmbH, die inzwischen über die bergrechtliche Aufsuchungserlaubnis nach Erdwärme im Raum Weilheim verfügt und die im rund 30 Kilometer entfernten Geretsried ihr Pilotprojekt für den "Eavor-Loop" errichtet, hat die Erkundung dieser Region begonnen. 

Im Unterschied zur hydrothermalen Geothermie wird beim "Eavor-Loop" kein Thermalwasser benötigt, sondern es zirkuliert ein Wärmemedium. Bis Ende September 2026 läuft für Eavor die Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme in der Region um Weilheim. Bis dahin will das Unternehmen die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie präsentieren.