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Bernried: Gemeinderat stimmt einer Verlängerung der Baugenehmigung zu

19. August 2016

Seit 2014 steht das Geothermieprojekt Bernried in Warteposition. Sollten die Bohrungen im benachbarten Weilheim erfolgreich sein, könnte das den langersehnten Startschuss für Bernried bedeuten.

Seit dem negativen Ergebnis im Projekt Geretsried (Gelting), stoppte auch das Geothermieprojekt Bernried. Durch den Schadensfall im benachbarten Projekt, kündigten die Rückversicherer der Geothermiebranche die Möglichkeit einer Risikoabsicherung. Zu groß sei das Wagnis für weitere Ansprüche, die sich aus den nicht erreichten Zielen eines gescheiterten Projekts ergäben. Doch die Investoren des Geothermieprojekts Bernried fordern genau diese Risikoabsicherung für die erste Bohrung, und zwar in Höhe von 15 Millionen Euro, erklärte der Geschäftsführer der Betreiberfirma BE Geothermal, Lutz Stahl, der Süddeutschen Zeitung diese Woche.

Lutz Stahl sieht mit Hoffnung auf die Entwicklungen im Nachbarprojekt Weilheim. Dort werden die Bohrungen des italienischen Energieversorgers Enel mit der Tochterfirma Erdwärme Oberland für das größte Geothermieprojekt in Oberbayern demnächst beginnen. Sollten die Bohrungen ähnlich erfolgreich sein wie im Geothermieprojekt Holzkirchen, könnte das eine positive Abstrahlkraft auf die Planungen und Entwicklungen im Projekt Bernried haben, glaubt Stahl.

Bernrieds Bürgermeister, Josef Steigenberger, teilt den Optimismus der Betreiberfirma indes nicht. Lange hat die Gemeinde mit Investitionen in die eigene Infrastruktur zugunsten des Geothermieprojekts zurückgesteckt, so Steigenberger gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Derzeit könne man aber keine Rücksicht mehr auf ein Projekt in Warteposition nehmen, da beispielsweise Straßen saniert werden müssten. Aber die Türen für das Geothermieprojekt Bernried sind innerhalb der Gemeinde noch offen. In seiner letzten Sitzung hat der Gemeinderat der Verlängerung der Baugenehmigung für das Kraftwerk auf weitere zwei Jahre zugestimmt. Flankiert wird das Bernrieder Projekt von einer ablehnenden Haltung der Bernrieder Liste und den Auseinandersetzungen um den Standort des Kraftwerks, der in einem Landschaftsschutzgebiet liegt.

Ob der verlängerte Investorenschutz durch die EEG-Novelle 2017 und die positiven Entwicklungen der Geothermieprojekte in den Nachbargemeinden die Investoren im Geothermieprojekt Bernried überzeugen können, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. (sv)

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