Beim Geothermie-Projekt in Graben-Neudorf überschlagen sich die Ereignisse: Während das Unternehmen Deutsche Erdwärme den erfolgreichen Abschluss seines Langzeit-Injektionstests meldete, gibt es einen schweren Rückschlag beim Wärmevertrieb. Die Gesellschaft mit zehn beteiligten Kommunen für eine regionale Fernwärmeversorgung löst sich bereits zum
Nach dem Mikro-Erdbeben, das vor wenigen Tagen bei den Injektionstests für die geplante Geothermie-Anlage in Graben-Neudorf aufgetreten ist, gibt die zuständige Behörde deutlich Entwarnung: Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau sieht in dem Ereignis keine Gefährdung für das Projekt der Deutschen Erdwärme.
Nach monatelanger Ruhe kommt in das Geothermie-Projekt in Graben-Neudorf (Landkreis Karlsruhe) wieder Bewegung: Ein Langzeittest soll die Produktivität der 3600 Meter tiefen Bohrung sicherstellen. Die Deutsche Erdwärme verspricht sich viel von diesem Test, der zwei bis drei Wochen lang laufen soll.
Verschiedenen Medienberichten zufolge wurde im Zuge der Fündigkeitstests in Graben-Neudorf erstmals Thermalwasser gefördert. Dies ist laut des verantwortlichen Unternehmens, der Deutschen Erdwärme, ein wichtiger Schritt für das Geothermie Projekt in der Nähe von Karlsruhe.
Die Deutsche ErdWärme GmbH & Co. KG entwickelt derzeit das Geothermieprojekt in Graben-Neudorf (Landkreis Karlsruhe). Die erste Bohrung bestätigte 2023 mit über 200 Grad Celsius in 3.600 Metern Tiefe die außergewöhnliche geothermische Qualität des Standorts – ein Rekord für Deutschland. Die finale Nutzung der Geothermieanlage ist aber noch offen und hängt von den weiteren Tests ab.
Die von der Deutschen ErdWärme geplante Geothermieanlage in Graben-Neudorf hat das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren (BImSchG) bestanden. Nun kann mit den Vorbereitungen für den Anlagenbau begonnen werden. Auch konnte zwischenzeitlich das identifizierte Reservoir im Bundsandstein erreicht werden. Die Fündigkeitstests mussten jedoch
Am gestrigen Mittwoch besuchte Staatssekretär Andre Baumann (Umweltministerium Baden-Württemberg) die laufenden Bohrungen in Graben-Neudorf und sprach sich für die Verwirklichung einer Vielzahl von Geothermieprojekten im Oberrheingraben aus.
Mit dem Hintergrund, die geologischen Bedingungen des Untergrunds in Graben-Neudorf hinsichtlich des geothermischen Potenzials zu untersuchen, laufen derzeit die Bohrarbeiten für die bis zu 3,5 Kilometer tiefen Probebohrungen. Voraussichtlich ab September sind erste Ergebnisse zu erwarten.
In Graben-Neudorf im Landkreis Karlsruhe wurde am 15. Mai mit der ersten Probebohrung für das örtliche Geothermievorhaben begonnen. Innerhalb der nächsten drei Monate soll die finale Tiefe von etwa 3.700 Metern erreicht werden. Die Deutsche ErdWärme rechnet ab September aussagekräftigen Daten zu den tatsächlichen Begebenheiten des unterirdischen
Die Deutsche Erdwärme entwickelt derzeit vier Geothermieprojekte im Raum Karlsruhe. Wie die Firma in den Bürgerdialog geht, um möglichst breite Akzeptanz für ihre Projekte zu erreichen, erklärt Geschäftsführer Dr. Herbert Pohl im Interview.