Arbeiten für Geothermiekraftwerk in Graben-Neudorf beginnen

10.02.2021 | Karin Jehle
Bohrturm

Die Deutsche ErdWärme hat am Montag mit den Erschließungsarbeiten für den Bohrplatz begonnen. In einer Tiefe zwischen 3.500 und 3.700 Metern prognostizieren die Vorerkundungen ein attraktives Thermalwasserreservoir.

Für den Bohrplatzbau der geplanten Geothermieanlage in Graben-Neudorf müssen rund zwei Hektar Wald weichen. Wie die Deutsche ErdWärme in einer Presseinformation mitteilte, hat die Forstbehörde grünes Licht für Vorbereitungen zur Grundstückserschließung am zukünftigen Geothermiestandort gegeben.

Die Genehmigung für den Hauptbetriebsplan liege zwar noch nicht abschließend vor, doch habe das zuständige Regierungspräsidium Freiburg bestätigt, dass alle wesentlichen Voraussetzungen vorlägen. Nun müsse gerodet werden, bevor ab dem 1. März solche Arbeiten aus Naturschutzgründen nicht mehr stattfinden können. Ein Flächenausgleich durch Aufforstung sei vorgesehen. Die Rodung übernehme das ortsansässige Forstunternehmen Scholl.

Mit einer Genehmigung des Hauptbetriebsplans sei noch im ersten Quartal dieses Jahres zu rechnen. Dann werde auch eine Informationsveranstaltung in der Gemeinde Graben-Neudorf stattfinden – soweit dies unter Corona-Bedingungen eben möglich ist.

Eine enge Einbindung der Menschen vor Ort in die Projektgestaltung tut Not, denn die lokale Bürgerinitiative „Tiefengeothermie Graben-Neudorf/Waghäusel“ macht weiter Stimmung gegen das geplante Geothermiekraftwerk. Wie Radio Regenbogen berichtet, habe man Sorge vor einer Verunreinigung des Grundwassers, Radioaktivität sowie Erdbeben.

Diese Sorgen gilt es einzufangen und Fehlinformationen entgegenzuwirken. So stellte Herbert Pohl, Geschäftsführer der Deutschen ErdWärme, im Bericht von Radio Regenbogen klar: „Wir erschließen ein Reservoir in einer Tiefe von 3.500 Metern. Bis dorthin ist das Projekt sicher verrohrt. Von daher können wir Auswirkungen, wie wir sie in Staufen gesehen haben, ausschließen.“

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