In den kommenden Tagen stehen unter anderem Dietramszell, Schäftlarn, Egling, Baierbrunn, Holzkirchen, Otterfing, Valley, Brunnthal, Aying, Pullach, Sauerlach, Straßlach-Dingharting, Taufkirchen, Neubiberg, Unterhaching, Grünwald, Oberhaching und Ottobrunn auf dem Messplan. Auch der Forstenrieder, Grünwalder und Perlacher Forst werden untersucht.
Es handelt sich nach Angaben des Projekts um die bislang umfassendste Seismik-Untersuchung eines Geothermiepotenzials in Deutschland. In den kommenden Monaten soll der Untergrund des Großraums München großflächig mit Hilfe der Vibro-Trucks erkundet werden.
Ziel: Ein dreidimensionales Bild des Untergrunds
Ziel der Untersuchung ist es, ein dreidimensionales Bild des tiefen Untergrunds zu erstellen. Die gewonnenen Daten sollen dabei helfen, die Möglichkeiten für die Nutzung von Erdwärme im Großraum München besser zu erschließen.
Dafür kommen sogenannte Vibro-Trucks zum Einsatz. Die Spezialfahrzeuge erzeugen kontrollierte Schwingungen, die in den Untergrund abgegeben werden. Die reflektierten Signale werden anschließend von kleinen Messgeräten, den Geophonen, aufgezeichnet.
Aus den Messdaten soll ein hochauflösendes dreidimensionales Modell des Untergrunds entstehen – vergleichbar mit einem Ultraschallbild der Erde.
Messungen erfolgen in mehreren Etappen
Zunächst sind die Vibro-Trucks im südlichen Landkreis München unterwegs und arbeiten sich über die Landkreise Bad Tölz-Wolfrathausen sowie Teile der Landkreise Miesbach, Starnberg und Fürstenfeldbruck vor. Im September sind die Messungen für die Landkreise Fürstenfeldbruck sowie Dachau und Teile des westlichen Münchner Stadtgebiets geplant. Ab Oktober folgen dann die nördlichen und östlichen Stadtgebiete von München, der nördliche und östliche Landkreis von München, die Landkreise Dachau, Freising, Ebersberg und Erding.
Den aktuellen Stand der Messungen können Sie unter www.giga-m.de/seismik sowie auf den Sozialen Medien verfolgen.