Erfolgreiche erste Bohrung beim HKW Süd

25.07.2018 | Jochen Schneider
Geothermiebohrung in Bayern

Die Stadtwerke München (SWM) vermelden nach dreimonatiger Bohrzeit am Heizkraftwerk Süd (HKW Süd) in München eine Thermalwasserfündigkeit von über 120 Liter pro Sekunde mit einer Temperatur von über 100 Grad Celsius. Die zweite Bohrung beginnt Ende Juli.

Die Münchner Energiewende kommt voran: Nach drei Monaten wurde die erste Geothermie-Bohrung am Heizkraftwerk Süd erfolgreich abgeschlossen. Pumpversuche ergaben in einer Tiefe von 2.800 Metern über 100 Grad heißes Wasser mit einer Schüttung von gut 120 Litern pro Sekunde. Das sind bessere Kennwerte als erwartet. Ende Juli wird die Bohranlage auf den nächsten Bohransatzpunkt umgesetzt, Anfang August beginnen die Arbeiten für die zweite Bohrung. Bis Ende 2019 sollen die Arbeiten an allen sechs Bohrungen abgeschlossen sein.

Am HKW Süd in Thalkirchen entsteht die leistungskräftigste Geothermieanlage Münchens – und die bislang größte Geothermieanlage Deutschlands. Mit einer thermischen Leistung von 50 Megawatt und mehr, soll sie ab dem Jahr 2020 Ökowärme für mindestens 80.000 Münchnerinnen und Münchner liefern, wie die SWM in einer Pressemeldung mitteilen.

Die SWM betreiben aktuell fünf Geothermieanlagen in München und in der Region. Im Rahmen ihrer Ausbauoffensive Erneuerbare Energien bauen die SWM die erneuerbaren Energien ganzheitlich aus, im Strom- wie auch im Wärmebereich. Ihr Ziel ist es, bis 2040 München zur ersten deutsche Großstadt zu machen, in der die Fernwärme zu 100 Prozent aus rege-nerativen Energien gewonnen wird. Den wesentlichen Beitrag wird dabei die Geothermie liefern.

Das Geothermieanlage am HKW Süd ist auch Ziel der GeoTHOUR des Praxsiforum-Geothermie.Bayern am 18. Oktober 2018. Weitere Informationen zum Praxsiforum-Geothermie.Bayern sind auf der Webseite zu finden.

Quelle:

SWM

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