Kirchweidach: Fernwärme versorgt Gewächshaus

07.01.2014 | Anlagenbetrieb | Sabine Volland
Geothermiebohrung in Bayern

Pünktlich zum Jahresende hat die Kirchweidacher Energie GmbH die Versorgung mit Fernwärme aus tiefer Geothermie aufgenommen. Das Gewächshaus des Gemüsebaubetriebes Steiner GmbH im Stadtteil Edt wird mittlerweile zur Hälfte mit Wärme aus der Tiefe beheizt.

Tomaten und Paprika werden hier in den nächsten Monaten von dem österreichischen Gemüsebauer Steiner GmbH angebaut und reifen. Aber die Gewächshauszucht wird nicht der einzige Abnehmer der Erdwärme bleiben. Die Gemeinde und der Betreiber, die Kirchweidacher Energie GmbH rechnen damit, dass bereits dieses Jahr im Mai mit dem Bau der Fernwärmeleitungen zum Anschluss der Kirchweidacher Privathaushalte begonnen werden kann. Denn, wie der Kirchweidacher Bürgermeister Johann Krumbachner dem online-Nachrichtenportal Innsalzach.24 noch im Dezember 2013 berichtete, gibt es zu einer Umfrage über die Fernwärmenutzung aus tiefer Geothermie einen Rücklauf von knapp 60 Prozent. Aus Gemeindesicht ist das ein gutes Signal, denn die Mehrheit der Befragten äußerte sich positiv zur Fernwärmenutzung aus tiefer Geothermie. Ist der weitere, noch ausstehende Rücklauf ebenfalls positiv, so könnten möglicherweise bereits dieses Jahr ganze Straßenzüge an die Fernwärme angeschlossen werden, so Krumbachner. Nach Baustart für die Fernwärmeleitungen im ersten Halbjahr 2014 wäre es möglich, erste Haushalte bereits im Herbst mit Fernwärme aus tiefer Geothermie zu versorgen.

Die Kirchweidacher Energie nutzt die Tiefbohrungen der GEOenergie Kirchweidach GmbH, die eine 50-prozentige Tochter der GEOenergie Bayern ist. Die eingebauten und in Betrieb befindlichen Anlagenteile (Pumpe, Wärmetauscher und Transportleitungen) wurden durch die Kirchweidacher Energie angemietet.

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