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Stadtwerke München planen neues Geothermie-Heizwerk im Michaelibad

8. Januar 2020

Für ihre Fernwärmevision 2040 setzen die Stadtwerke München (SWM) auf Geothermie. Hierfür ist nun ein neues Projekt im Michaelibad im Südosten von München geplant. Im Ostpark des Schwimmbads soll bis zu einer Tiefe von 3000 Metern gebohrt werden, um dort auf heißes Thermalwasser zu treffen.

Wie seitens der SWM bestätigt wurde auf der Suche nach weiteren geeigneten Standorten im Stadtgebiet eine weitere Fläche festgelegt, auf der in Zukunft Erdwärme genutzt werden soll: im Michaelibad.

Der Untergrund im Südosten von München bietet gute Vorraussetzungen für Geothermie

Dort bieten sich gute Vorraussetzungen, das heiße Wasser effizient für die Wärmegewinnung zu nutzen. Die Suche nach einem geeigneten Standort fällt im dicht besiedelten München nicht leicht, wie Stadtwerke-Chef Florian Bieberbach erklärt. Denn neben den räumlichen Gegebenheiten des Bohrplatzes und seiner direkten Umgebung müsse auch die gute Einbindung in das Münchner Fernwärmenetz berücksichtigt werden. Bei der Suche nach einem passenden Grundstück seien „letztendlich nur Stadtwerke-eigene Flächen übrig geblieben“, sagt Bieberbach. Die endgültige Wahl ist darum letztlich auf das Michaelibad am Ostpark gefallen.

Fertigstellung bis 2030

Da die Abschaltung des Kohleblocks am Heizkraftwerk Nord geplant ist, gilt es Ersatzmöglichkeiten für die Wärmegewinnung zu schaffen. Schon früher wurde über eine mögliche Geothermieanlage am Michaelibad gesprochen. Der Standort sei ideal, weil man gleich in zwei Netzpunkte – Perlach sowie Ramersdorf/Berg am Laim – einspeisen könne, hieß es schon vor Jahren. Die Fertigstellung des Heizwerks ist bis 2030 denkbar. Einen konkreten Zeitplan für das Projekt im Michaelibad gibt es laut Stadtwerken aber noch nicht

Lärmschutz während den Tiefenbohrungen

Um ein erhöhtes Lärmaufkommen während der Bohrarbeiten zu vermeiden, soll ein spezielles Lärmvermeidungskonzept mit Schutzwänden, einer besonders leisen Bohranlage und angepasster Baustellenlogistik verwendet werden. Dieses wird schon bei den aktuellen Arbeiten am Heizkraftwerk Süd, ein Geothermieprojekt mitten in der Stadt, eingesetzt. Auf diese Weise können die Auswirkungen auf die Umgebung auf ein erträgliches Maß reduziert werden. (vh)

Quelle: 

TZ München

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