Straßburg: Präfektur erteilt Bohrgenehmigung

15.04.2016 | EGS, Reservoirerschließung | Sabine Volland
Geothermiebohrung in Bayern

Das französische Energieunternehmen Fonroche darf seine Probebohrungen nun doch niederbringen. Die Präfektur Straßburg hat die dazu nötige Bohrgenehmigung erteilt.

Fonroche hat bereits im Sommer 2015 seismische Untersuchungen für das Projekt durchgeführt. Nach einem öffentlichen Anhörungstermin hatte sich die Firma dazu entschlossen, den Antrag auf Bohrgenehmigung zurückzuziehen, da der geplante Standort der ehemaligen Ölraffinerie Reichstett gegen den Willen der Bevölkerung nicht umsetzbar erschien. Auch die Nachbargemeinde Kehl auf der deutschen Rheinseite hatte sich gegen das Projekt ausgesprochen.

Wie der SWR auf seinem Nachrichtenportal gestern berichtete, erhielt das französische Energieunternehmen nun doch die Bohrgenehmigung der Straßburger Präfektur. Somit ist der rechtliche Weg frei, die Probebohrungen unter Auflagen noch in diesem Jahr durchzuführen. Voraussetzung für die weitere Durchführung des Geothermie-Projekts ist eine kontinuierliche seismische Überwachung des Untergrundes. Geplant ist ein Projekt nach dem Vorbild des nicht weit entfernt gelegenen EGS-Pionierkraftwerks Soultz-sous-Forêts. Fonroche vermutet Kapazitäten für Strom und Wärme für geschätzte 10.000 Haushalte in ca. 4.500 Metern Tiefe.

Quelle:

SWR

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