ÜWG startet gravimetrische Messungen in Südhessen

08.08.2012 | Projekte, Forschung
Geothermiebohrung in Bayern

Das Überlandwerk Groß-Gerau (ÜWG) will mit den Messungen die bisherigen Voruntersuchungen komplettieren und so den bestmöglichen Standort für das geplante Geothermiekraftwerk im Kreis Groß-Gerau finden.

Gravimetrische Messungen ermitteln die Größe der Schwerebeschleunigung und ermöglichen so die Ortung von horizontalen und vertikalen Unterschieden der Gesteinsdichte im Untergrund. Diese Informationen lassen auf Lagerstätten, Hohlräume und Fels-Auflockerungen schließen und erlauben verbesserte Prognosen über die Eigenschaften von potenziell für die Nutzung der für Tiefengeothermie geeigneten Gesteinsschichten. Zudem können durch die gravimetrische Messung Informationen über den Aufbau des Grundgebirges gewonnen werden.

Die heute beginnenden Messungen sollen die Ende 2011 abgeschlossenen seismischen Untersuchungen ergänzen. „Wir versprechen uns durch die zusätzlichen Erkenntnisse der gravimetrischen Untersuchung eine höhere Sicherheit in der Interpretation der Ergebnisse für die Standortauswahl für das geplante Tiefengeothermiekraftwerk im Kreis Groß-Gerau“, so ÜWG-Sprecher Marc André Glöckner. Mit dem Bau des Kraftwerks soll laut Zeitplan 2014 begonnen werden, die Inbetriebnahme ist für 2015 vorgesehen.

Für die Durchführung der Messarbeiten wurde die Firma Geophysik GGD  beauftragt. Die Messungen erfolgen mit sogenannten Gravimetern, die nach dem Prinzip einer äußerst feinen Federwaage arbeiten und in etwa Form und Größe einer Kühlbox aufweisen. Gemessen wird an 330 Punkten in Südhessen. Die Messungen sind völlig geräusch- und erschütterungsfrei und dauern pro Messpunkt etwa fünf bis zehn Minuten. (mb)

Quelle: Überlandwerk Groß-Gerau

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