Header Informationsportal Tiefe Geothermie

WFG kritisiert Agora-Vorschlag zur EEG-Einheitsvergütung

14. Oktober 2013

In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung kritisiert das Wirtschaftsforum Geothermie e.V. (WFG) den Vorschlag von Agora Energiewende, eine Einheitsvergütung von 8,9 Cent pro Kilowattstunde Strom einzuführen. Das WFG fordert stattdessen "Investitionssicherheit, passgenaue Fördermechanismen und den differenzierten Umgang mit einzelnen erneuerbaren Energien".

Das WFG verweist auf die Zuverlässigkeit der Geothermie bei der Strom- und Wärmeversorgung. "Damit können teurer Netzausbau und Speicherzubau entscheidend reduziert werden", so der WFG-Vorsitzende, Erwin Knapek, in der Pressemitteilung. Weiter heißt es, Tiefengeothermie sei CO2-neutral, dezentral und regelbar.

Die unklare Zukunft des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) führe schon jetzt dazu, dass allein in Bayern fast eine Milliarde Euro an Investitionen in tiefengeothermische Strom- und Wärmeanlagen auf Eis liegen würden. Eine Einheitsvergütung von 8,9 Cent pro Kilowattstunde Strom hätte eine weitere Zurückhaltung bis hin zum kompletten Investitionsstopp zur Folge. "Alles über einen Kamm zu scheren, ist genau das falsche Signal", findet Knapek. "Die Tiefengeothermie ist nach weniger als einer Dekade da, wo die Windkraft vor 30 Jahren war, aber erst sechs Jahre im Betriebsmodus für die Stromerzeugung. Wir brauchen noch die Sicherheit des EEG. Hier alle erneuerbaren Energien in einen Topf zu werfen, ist nicht der richtige Weg. Das torpediert die Vielfalt der Erneuerbaren Energien und die Energiewende."

Die Branche braucht aus Sicht des WFG noch Entwicklungszeit bis zur vollen
Wettbewerbsfähigkeit. Die solle bei einer installierten elektrischen Leistung von etwa 500 bis 750 Megawatt erreicht sein. "Nur der differenzierte Umgang mit den einzelnen Technologien der Erneuerbaren Energien kann die Energiewende in Deutschland voranbringen", fordert Knapek. Neben Investitionssicherheit seien auch weitere Betriebserfahrungen und damit einhergehende Begleitforschung notwendig.

Darüber hinaus bestehe besonders im Wärmesektor noch Handlungsbedarf. Die Bundesregierung werde ihre selbstgesetzten Ziele im Bereich der erneuerbar erzeugten Wärme nicht erreichen, glaubt das WFG. Hier könne die Tiefengeothermie auch parallel zur Stromerzeugung einen signifikanten Beitrag leisten. (js)

Beteiligte Firmen: 

Anzeigen

Thema im Fokus

5 | 2019
Welche Rolle kann und soll die Tiefengeothermie in einer CO2-freien Wärmeversorgung spielen? Und wie müssen heute die Weichen gestellt werden, damit ein Mix aus Erneuerbaren Energien so schnell wie möglich die Wärmewende in Städten und ländlichen Regionen einleitet? Benjamin Richter von der internationalen Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner hat dazu das Konzeptpapier „Die Wärmezielscheibe – Wärmewende in Deutschland erfolgreich gestalten“ entwickelt. Für das aktuelle Thema im Fokus hat er dem Informationsportal Tiefe Geothermie ein Interview gegeben. ... mehr

Termine

« Juli 2019 »
MoDiMiDoFrSaSo
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031

Auf einen Klick

Finden Sie die passende Firma

Unser Branchenverzeichnis bietet Ihnen über 250 Firmen und Organisationen aus der Tiefengeothermiebranche. 

Werben Sie zielgenau

Nutzen Sie das Informationsportal Tiefe Geothermie und werben Sie hier zielgenau für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistungen. Unsere Konditionen.

Finden Sie die passende Information

Mit unserem monatlich erscheinenden Newsletter oder RSS-Feed bleiben Sie stets über aktuelle Entwicklungen informiert. Jetzt abonnieren!