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Für das Projekt wurde im Jahr 1990 eine Bohrung bis auf 825 Meter Tiefe niedergebracht. Die Fündigkeit der Bohrung lag bei 45 Litern pro Sekunde. Im Jahr 1992 erfolgte von einem zweiten Bohrplatz in ca. 1,7 Kilometern Entfernung die zweite Bohrung, die für die Injektion genutzt werden sollte. Die Fündigkeit dieser Bohrung war jedoch zu gering. 1996 wurde deshalb in 600 Metern Tiefe ein Sidetrack mit einer Länge von 1.087 Metern gebohrt. Die Endteufe lag bei 800 Metern. Durch Säurestimulation konnte die Injektivität verbessert werden, so dass eine Rückführung des geförderten Tiefengrundwassers möglich war. In die zweite Bohrung werden etwa 40 Liter pro Sekunde mit einem Druck von 17,5 bar verpresst. Die restlichen fünf Liter werden für das Hallen- und Freibad Aquatherm verwendet. Das Thermalwasser ist seit 2001 als Heilwasser anerkannt.
Im Jahr 1999 erfolgte die Inbetriebnahme des Heizwerkes. Dieses kann bis zu sechs Megawatt an Wärmeleistung erbringen und versorgt über zwei getrennte Fernwärmenetze zahlreiche öffentliche und private Großabnehmer. Über Wärmepumpen wird das Wasser auf die für die Versorgung erforderlichen 70 Grad Celsius Heiznetztemperatur gebracht.
Die Baukosten betrugen insgesamt 23,5 Millionen D-Mark (umgerechnet rund 12 Millionen Euro). Finanzielle Unterstützung erhielten die Straubinger durch die Europäische Gemeinschaft mit 6,3 Millionen D-Mark und vom Freistaat Bayern mit 2,6 Millionen D-Mark.