Taufkirchen

Projektgebiet:
Status
in Betrieb
TH 1 in m (MD)
4.258
TH 2 in m (MD)
3.933
Nutzungsart
Hydrothermal, Dublette
Temperatur in °C
135
Stromerzeugungsverfahren
Kalina
Förderrate in L/s
90 - 120
Zielnutzhorizont
Oberjura
Installierte thermische Leistung in MW
40
Installierte elektrische Leistung in MW
4,3

Kontakt

GeoEnergie Taufkirchen GmbH & Co. KG
Bajuwarenring 17
82041 Oberhaching
Telefon: (089) 998 2804-20
Telefax: (089) 998 2804-29
E-Mail: info [at] geoenergie-taufkirchen.de
 

Beteiligte Firmen

Bohranlage in Taufkirchen; Quelle: www.geothermie-nachrichten.de

Nachrichten zum Projekt

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In Taufkirchen südlich von München versorgt ein Geothermie-Kraftwerk seit 2013 die Gemeinden Taufkirchen und Oberhaching mit Fernwärme. Seit 2018 produziert zudem eine Kalina-Anlage geothermischen Strom. Die gesamte Taufkirchener Geothermie-Anlage gehört seit 2020 der Hamburger IKAV-Gruppe, welche die Anteile der Daldrup & Söhne AG übernahm. 

An der Projektgesellschaft GeoEnergie Taufkirchen GmbH & Co. KG hält die Geysir Europe GmbH mit 73,61 Prozent den Hauptanteil - dies schließt auch die ehemaligen Anteile des Schweizer Energieversorgers Axpo mit ein. Weitere 26,31 Prozent sind im Besitz der Gemeindewerke Oberhaching GmbH und 0,08 Prozent gehören der Bioenergie Taukirchen GmbH & Co. KG, die von den Stadtwerken München übernommen wurden. Die Geysir Europe GmbH wurde 2020 an die IKAV-Gruppe verkauft.

Die abgelenkten Bohrungen der Dublette wurden von Juni 2011 bis Juli 2012 in den Zielhorizont des Oberjuras abgeteuft. Die Temperaturen des Tiefengrundwassers in den beiden Bohrungen liegen bei 135 Grad Celsius. Nach den Ergebnissen der Fördertests weist die erste Bohrung eine Fündigkeit von 100 Litern pro Sekunde auf, die zweite Bohrung übertrifft diese Fündigkeit noch mit rund 120 Litern pro Sekunde.

Als Gesellschafter hat sich die Gemeinde Oberhaching bis zu 20 Megawatt der Wärme gesichert. Seit 2013 werden Haushalte und Gewerbe in Oberhaching vorrangig mit geothermischer Wärme versorgt. Das Fernwärmenetz ist inzwischen auf über 80 Kilometer angewachsen. 

Das Kalina-Kraftwerk in Taufkirchen erreicht eine elektrische Leistung von ca. 4,3 Megawatt. Seit März 2018 erzeugt es parallel zur Wärme für die angeschlossenen Fernwärmenetze auch grundlastfähigen Strom.

Anzahl der Bohrungen
2