Taufkirchen

Projektgebiet:
Geothermieheizkraftwerk Taufkirchen
Status
in Betrieb
TH 1 in m (MD)
4.258
TH 2 in m (MD)
3.933
Nutzungsart
Hydrothermal, Dublette
Temperatur in °C
136
Stromerzeugungsverfahren
Kalina
Förderrate in L/s
90 - 120
Zielnutzhorizont
Oberjura
Installierte thermische Leistung in MW
40
Installierte elektrische Leistung in MW
4,3
Bohranlage in Taufkirchen; Quelle: www.geothermie-nachrichten.de

Nachrichten zum Projekt

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In Taufkirchen südlich von München versorgt ein Geothermiekraftwerk seit 2013 die Gemeinden Taufkirchen und Obehaching mit Fernwärme. Seit 2018 produziert zudem eine Kalina-Anlage geothermischen Strom. In 2019 die wurde die Anlage verkauft.

Im Mai 2010 übernahm die Projektgesellschaft GeoEnergie Taufkirchen GmbH & Co. KG das Geothermieprojekt in Taufkirchen und Begann mit der Umsetrzung. An der Projektgesellschaft hält die Geysir Europe GmbH mit 73,61 Prozent den Hauptanteil - dies schließt auch die ehemaligen Anteile des Schweizer Energieversorgers Axpo mit ein. Weitere 26,31 Prozent sind im Besitz der Gemeindewerke Oberhaching GmbH und 0,08 Prozent gehören der Bioenergie Taukirchen GmbH & Co. KG, die die SWM übernommen hat. Die Geysir Europe GmbH wurde 2019 an die IKAV Gruppe verkauft.

Die abgelenkten Bohrungen der Dublette wurden von Juni 2011 bis Juli 2012 in den Zielhorizont des Oberjuras abgeteuft. Die Temperaturen des Tiefengrundwassers in den beiden Bohrungen liegen zwischen 135 bis 136 Grad Celsius. Nach den Ergebnissen der Fördertests hat die erste Bohrung eine Fündigkeit von 100 Litern pro Sekunde, die zweite Bohrung ist mit einer Fündigkeit von etwa 120 Litern pro Sekunde noch höher.

Als Gesellschafter hat sich die Gemeinde Oberhaching bis zu 20 Megawatt der Wärme gesichert. Seit 2013 werden Haushalte und Gewerbe in Oberhaching vorrangig mit geothermischer Wärme versorgt. Ende 2018 umfasste das Netz bereits 50 Kilometer.

Das Kalina-Kraftwerk in Taufkirchen erreicht eine Leistung von ca. 4,3 MW elektrisch. Seit März 2018 erzeugt es parallel zur Wärme für die angeschlossenen Fernwärmenetze auch grundlastfähigen Strom.

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