Kontakt
Geothermische Kraftwerksgesellschaft Traunreut mbH
Hochreit 51
83368 Traunreut-St. Georgen
Telefon: (08669) 786 71 65
E-Mail: info [at] geothermie-traunreut.de
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Ab Juli 2011 wurde unter der Leitung der Geothermischen Kraftwerksgesellschaft Traunreut mbH an der Geothermieanlage gebaut. Die erste Bohrung konnte im Juli 2012 und die zweite Anfang März 2013 im Zielhorizont des Malms in über 5.000 Metern abgeteuft werden.
Die Bohrungen wurden von einem Bohrplatz abgeteuft und dann jeweils in Störungszonen abgelenkt. Sie haben eine sehr hohe Fündigkeit von über 150 Litern pro Sekunde. Die Temperatur des Tiefengrundwassers der ersten Bohrung liegt jedoch unter 120 Grad Celsius und damit unter den Erwartungen der Projektgesellschaft. Da ein besseres Ergebnis versichert war, wurde der Projektentwickler über die Fündigkeitsversicherung entschädigt. Auch die zweite Bohrung erreichte keine höheren Temperaturen. Hier gab es aber keine Fündigkeitsversicherung. Die Gründe für die geothermische Anomalie mit dem geringen geothermischen Gradienten sind bisher noch nicht bekannt.
Ab Juni 2013 wurde an der Errichtung des Fermwärmegebäudes gearbeitet, das seit Feburar 2014 in Betrieb ist. 2013 wurde der Kaufvertrag für das Kraftwerk mit Turboden unterzeichnet, das dann 2016 in Betrieb ging und seitdem Strom mit einer Leistung von bis zu fünf Megawatt produziert.
Nach Angaben von Grünwald Equity wurden rund 80 Millionen Euro in den Bau der Anlage investiert. Im Februar 2022 verkaufte Grünwald Equity die Anlage an die britische Investorengruppe Equitix, ehe sie im Juni 2024 der Traunreuter Heidenhain-Konzern übernahm.
Für das aktuell rund 30 Kilometer lange Fernwärmenetz der Stadtwerke Traunreut liefert die Anlage rund 85 Prozent der benötigten Wärme. Wegen der stetig steigenden Nachfrage führt die Stadt bereits Gespräche mit dem Heidenhain-Konzern über den Bau eines zweiten Kraftwerks. Die Aufsuchungserlaubnis für das benachbarte Feld Traunreut-Waging hat der Konzern bereits erworben. Ob und wo die Bohrungen stattfinden, steht bislang noch nicht fest.