Header Informationsportal Tiefe Geothermie

11 Millionen für die Forschung

21. Januar 2009

Bei der Erforschung und Entwicklung von Verfahren zur Nutzung der Geothermie setzt das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) auf den Standort Bochum. Am Campus der Hochschule entsteht in den kommenden zwei Jahren ein Großforschungszentrum für Geothermie. Das Land investiert elf Millionen Euro in das Projekt. An dem europaweit einzigartigen Zentrum soll unter anderem die Bohrtechnologie weiterentwickelt und wissenschaftliche Erkenntnisse an die Wirtschaft weitergeben werden.

Geplant ist in Bochum die Einrichtung von Laboratorien, eine Großversuchshalle mit Werkstätten und ein Testfeld für Bohrexperimente unter produktionsnahen Bedingungen. Die Laboratorien dienen in erster Linie dazu, die Kosten für Bohrungen bis in mehrere Tausend Meter Tiefe durch neuartige Technologien im Vergleich zu herkömmlichen Bohrverfahren deutlich zu reduzieren. Als zentrale Bestandteile sind eine Coiled-Tubing Bohranlage, Druckwassertechnik und eine Monitoring-Einrichtung zur Gebirgsstimulation vorgesehen.

Die verfahrenstechnische Entwicklung, Messung und Prüfung folgender Bereiche werden die Aufgaben des GeoTechnikums sein:

  • Erkundung geothermischer Ressourcen,
  • Erschließung geothermischer Lagerstätten, 
  • Betriebsoptimierung von Thermalwasserkreisläufen,
  • Optimierung von Bohrverfahrenstechnik und geophysikalischer Messtechnik,
  • Gebirgsstimulation,
  • Testfeld
  • infrastruktur für High-Tech-Gründer und Unternehmen aus dem Bereich der geotechnischen und (wärme-) bergbaunahen Anwendung.

Das neue Geotechnikum versteht sich als Verbundsforschungseinrichtung von Wissenschaft und Wirtschaft. Bereits jetzt kooperieren 21 Wirtschaftsunternehmen mit den Geothermie-Experten der Hochschule Bochum. An dem Projekt sind zudem Wissenschaftler der Technischen Hochschule Aachen, der Fachhochschule Gelsenkirchen und der Hochschule Ostwestfalen Lippe sowie weitere Hochschulen im Ausland beteiligt.

Doch auch an anderen Universitäten wird auf die Geothermie als Forschungsbereich gesetzt. So ist in Karlsruhe bereits ein Lehrstuhl eingerichtet und an der TU München ist einer geplant. (ag)

Anzeigen

Thema im Fokus

5 | 2019
Welche Rolle kann und soll die Tiefengeothermie in einer CO2-freien Wärmeversorgung spielen? Und wie müssen heute die Weichen gestellt werden, damit ein Mix aus Erneuerbaren Energien so schnell wie möglich die Wärmewende in Städten und ländlichen Regionen einleitet? Benjamin Richter von der internationalen Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner hat dazu das Konzeptpapier „Die Wärmezielscheibe – Wärmewende in Deutschland erfolgreich gestalten“ entwickelt. Für das aktuelle Thema im Fokus hat er dem Informationsportal Tiefe Geothermie ein Interview gegeben. ... mehr

Termine

« Juli 2019 »
MoDiMiDoFrSaSo
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031

Auf einen Klick

Finden Sie die passende Firma

Unser Branchenverzeichnis bietet Ihnen über 250 Firmen und Organisationen aus der Tiefengeothermiebranche. 

Werben Sie zielgenau

Nutzen Sie das Informationsportal Tiefe Geothermie und werben Sie hier zielgenau für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistungen. Unsere Konditionen.

Finden Sie die passende Information

Mit unserem monatlich erscheinenden Newsletter oder RSS-Feed bleiben Sie stets über aktuelle Entwicklungen informiert. Jetzt abonnieren!