Erforschung des Geothermiepotenzials in Österreich

07.09.2012 | Forschung, Internationale Projekte, Politik
Geothermiebohrung in Bayern

In der künftigen österreichischen Energieversorgung soll die Geothermie eine bedeutende Rolle spielen. Derzeit wird das Potenzial auf 16 Prozent des Gesamtenergiebedarfs geschätzt. Ein Expertenteam soll das jetzt bestätigen und die tatsächlichen Potenziale für die Wärmeversorgung und die Stromerzeugung untersuchen.

Ein von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG gefördertes Expertenteam, bestehend aus der Wärmegesellschaft der Energie AG, der Joanneum Research Forschungsgesellschaft und dem Ingenieurbüro Geoteam, soll jetzt eine Studie erarbeiten, in der kurzfristig bis 2020 sowie das langfristige Potenzial der Tiefengeothermie bis 2050 unter wirtschaftlichen Bedingungen erhoben werden soll. Das Ergebnis soll den möglichen Beitrag zur angestrebten Vollversorgung Österreichs zutage bringen.

Die Tiefengeothermie soll einen wesentlichen Beitrag zum 34 Prozent-Ziel für erneuerbare Energie in Österreich leisten. Für den mittelfristigen und langfristigen Ausbau geothermischer Nutzungen in Österreich sollen im Rahmen dieser Studie die Rahmenbedingungen erarbeitet werden. Damit soll dann ein Ausblick bis 2050 unter Berücksichtigung von technologischen Entwicklungen (wie zum Beispiel dem Einsatz von zukünftig möglichen Gewinnungs- und Energie- umwandlungstechnologien) und den Veränderungen auf der Wärmebedarfsseite (wie Siedlungsentwicklung, Reduktion des spezifischen Wärmebedarfs durch Gebäudesanierung und energieeffiziente Neubauten, Optimierung von Temperaturen) möglich werden.

Die Energie AG ist an der Geothermieanlage in Simbach-Braunau und dem aktuell in Umsetzung befindlichen Projekt in Mehrnbach/Ried beteiligt.

Quelle: Energie AG