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Geretsried: Erneute Nichtfündigkeit nach Forschungsbohrung

7. November 2017

Mit einem Forschungsprojekt sollte die vor vier Jahren nichtfündig abgeteufte Geothermiebohrung in Geretsried, südlich von München, der wirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden. Doch auch dieser innovative Ansatz brachte keinen Erfolg.

Wie die Enex Geothermieprojekt Geretsried Nord GmbH & Co. KG in ihrer heutigen Pressemitteilung erklärte, führten die durchgeführten Säuerungsmaßnahmen und Pumpversuche nach Abschluss der Bohrarbeiten am Sidetrack der Forschungsbohrung GEN-1-ST zu enttäuschenden Ergebnissen. Obwohl die in der Bohrplanung anvisierte Störungszone zwischen mehreren geologischen Störungen zweifelsfrei durchteuft wurde und während der Bohrarbeiten auch mehrfach Spülungsverluste auftraten, konnte bei wiederholten Pumpversuchen nur eine geringe Schüttung zutage gefördert werden. Tiefergehende Erkenntnisse über das unerwartete Reservoirverhalten sollten die wissenschaftlichen Analysen an den Bohrkernen liefern, die im Rahmen des vom BMWi geförderten Forschungsprojekts „Dolomitkluft“ gewonnen wurden. Bislang ist klar, dass sich nach Ergebnissen der Bohrkernuntersuchungen die Gesteinszusammensetzung in der Tiefe deutlich von denen in anderen Geothermiebohrungen des süddeutschen Molassebeckens unterscheidet.

Nach Enex ist die hydrogeologische Auswertung der Pumpversuche noch nicht abgeschlossen, so dass derzeit noch keine endgültige Interpretation vorliegt. Zusätzliche Aufschlüsse verspricht sich die Betreiberfirma von wissenschaftlichen Arbeiten im Zusammenhang mit dem Forschungsprojekt „Dolomitkluft“. Darin soll nun untersucht werden, ob es sich um ein rein lokales Phänomen handelt oder um ein regionales in der weiteren Umgebung von Geretsried. Dies ist für benachbarte Geothermieprojekte von großem Interesse. Daher wäre ein erweiterter Forschungszeitraum wünschenswert, der abschließende belastbare Ergebnisse aus den wissenschaftlichen Untersuchungen aufzeigen könnte.

Bislang ist noch nicht geklärt, ob die Bohrung am Breitenbach noch einer wirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden kann. Die Option einer zweiten Bohrung am Standort Tierheim wird Enex zum jetzigen Zeitpunkt nicht ziehen. (sv)

Quelle: 

Pressemitteilung Enex

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