Spatenstich für zweiten Bohrplatz in Unterföhring

08.08.2013 | Hydrogeothermie | Jochen Schneider
Geothermiebohrung in Bayern

In Unterföhring wurde feierlich der erste Spatenstich für den Bohrplatz gemacht. Von dort soll ab dem Herbst die zweite Dublette gebohrt werden.

Bei der feierlichen Zeremonie betonte Bürgermeister Franz Schwarz (SPD), dass das bestehende Wärmenetz im Unterföhringer Norden schon über 40 Kilometer lang ist und fast 400 Gebäude angeschlossen sind. Damit werden über 2.000 Haushalte und um die 4.000 Unterföhringer mit umweltfreundlicher, geothermischer Wärme beliefert. „Aus dem damals spektakulären Geothermieprojekt ist ein zuverlässiger kommunaler Energieversorger geworden“, betonte der Bürgermeister.

Es ist geplant, ab 2020 die Wohngebiete im Unterföhringer Süden, sowie weitere Gewerbekunden an das Wärmenetz anzubinden. Diese Bedarfssteigerung ist die Basis für die geplanten zwei Bohrungen in bis zu 2.000 Metern Tiefe, direkt neben der ersten Dublette. Die Voruntersuchungen und Simulationen zeigen auch, dass sich die neuen und die bestehenden Bohrungen in den nächsten 100 Jahren nicht beeinflussen werden.

Für die neue und alte Energiezentrale hat sich der Geschäftsführer der Geovol, Peter Lohr, nach Angaben des Münchner Merkurs auch ein "neues vielversprechendes Geschäftsmodell" einfallen lassen. Demnach sollen die Anlagen neben Wärme auch Kälte produzieren und ein Blockheizkraftwerk soll die Energiezentralern energieautark machen.

Im Rahmen des Praxisforums Geothermie.Bayern wird Peter Lohr das Projekt in Forum II vorstellen.

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