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Thermalwässer werden kaum rückgeführt, Wärme bleibt ungenutzt

10. September 2012

Das länderübergreifende Forschungsprojekt Transenergy stellt erste Ergebnisse vor.

Transenergy ist ein länderübergreifendes Forschungsprojekt über die geothermischen Ressourcen in Slowenien, Österreich, Ungarn und der Slowakei. Nach Darstellung von APA-Science haben die beteiligten Forscher der nationalen geologischen Dienste festgestellt, dass nur ein sehr geringer Teil des genutzten Wassers wieder rückgeführt werde und das energetische Potenzial der meist über 20 Grad Celsius warmen Wässer ungenutzt bliebe. Dieses Potenzial gelte es zuerst zu nutzen, bevor über weitere Bohrungen nachgedacht werde, wird die Geologische Bundesanstalt in Wien zitiert.

Ziel der von der EU geförderten Forschungen ist die genaue Kenntnis der großen Thermalwasservorkommen im Donau- und den angrenzenden Sedimentbecken im Grenzgebiet zwischen Österreich, der Slowakei, Ungarn und Slowenien. Gesichertes Wissen über die Grundwasserströme stelle eine wichtige Voraussetzung für die konfliktfreie Nutzung der geothermischen Ressourcen dar, schreibt APA-Science, nach eigenen Angaben ein Kommunikationsnetzwerk für Zukunftsthemen, initiiert von der Austria Presse Agentur.

Die Erkenntnisse beruhen auf Erhebungen im Projektgebiet der vier Länder. Dafür wurden 148 aktive Thermalwassernutzungen ausgewertet, aus denen im vergangenen Jahr 32,7 Millionen Kubikmeter Thermalwasser entnommen wurden. Der Energiegehalt lag bei rund 250 Megawatt. Am häufigsten wurde das Wasser für Wellness- und Heilbäder genutzt, an zweiter Stelle zum Heizen und nur im Ausnahmefall als Trink- und Brauchwasser.

Auf transenergy-eu.geologie.ac.at befindet sich die im Aufbau begriffene Karte. Insgesamt seien 1.686 Bohrungen im Bereich zwischen 100 bis 500 und 1.000 und 2.000 Metern Tiefe evaluiert worden, erläutert APA-Science. (dw)

Quelle: APA-Science

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