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Wärmeprojekt im Südwesten von München soll 2014 beginnen

5. März 2014

Die Gemeinde Gräfelfing, an der südwestlichen Stadtgrenze von München will zusammen mit dem Feldesinhaber und Bauunternehmer Baldur Trinkl ein Geothermieprojekt umsetzen. Für Ende 2014 ist der Beginn der Bohrungen geplant.

Eigentlich war die Aufsuchungserlaubnis für Unternehmer Baldur Trinkl schon am Auslaufen, doch mit Untersützung der Gemeinden Gräfelfing und Planegg konnte bei der Regierung von Oberbayern eine Verlängerung erwirkt werden. Daran sind jedoch strenge Auflagen geknüpft, wie der Münchner Merkur in seiner gestrigen Ausgabe berichtet.

So musste bis Dezember 2013 ein bergrechtlicher Antrag für die Bohrungen bei den Behörden gestellt werden, der auch fristgerecht eingereicht wurde, aber nach Informationen von Gräfelfings Bürgermeisters Christoph Göbel bisher noch nicht genehmigt ist. Der Auftrag für die Bohrarbeiten soll jedoch schon vergeben sein, so heißt es im Münchner Merkur weiter.

In der Gemeinde wird neben der Abnahme der Wärme mittlerweile auch eine finanzielle Beteiligung an den Erschließungskosten diskutiert. Eine Bürgerinitiative fordert sogar die Übernahme des Projektes, der der Bürgermeister jedoch eine Absage erteilte.

Jedoch will die Gemeinde im Flächennutzungsplan ein "Sondergebiet Geothermie" im Feld zwischen Gräfelfing und Martinsried ausweisen. Dies soll zum einen erfolgen, da die Geothermie nach Auffassung des zuständigen Landratsamtes im Aussenbereich nicht zu den privilegierten Vorhaben zählt, zum anderen aber auch um Transparenz gegenüber der Bevölkerung zu schaffen und ihr ein Mitspracherecht einzuräumen, so Markus Ramsauer gegenüber dem Münchner Merkur, der für die Bauleitplanung der Gemeinde verantwortlich ist. Auch soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden, der ein befristetes Baurecht auf der Fläche vorsieht.

Wann genau die Bohrarbeiten beginnen, konnte Bürgermeister Göbel nicht sagen, er geht jedoch von diesem Jahr aus. Die Bohrungen sollen in über 3.000 Meter Tiefe das Grundwasser des Malms erschließen und vorwiegend zur Wärmeversorgung der Gemeinden Planegg und Gräfelfing dienen. Eine Stromproduktion bliebt optional. (js)

Quelle: 

Münchner Merkur

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