Bohrplatz für St. Gallener Geothermiekraftwerk festgelegt

12.07.2010 | Internationale Projekte | (va)
Geothermiebohrung in Bayern

Nach der Anfang des Jahres durchgeführten 3D-Seismik-Kampagne konnte der Bohrstandort festgelegt werden.

Als Bohrstandort des St. Gallener Geothermieprojektes wurde ein Platz beim Open-Air-Areal im Sittertobel festgelegt.

Während der seismischen Untersuchungen vom 26. Januar bis zum 6. April mit dem Ziel den besten Bohrstandort zu fienden wurde 6000 Mal vibriert und 280 Mal gesprengt. Das untersuchte Gebiet umfasst 300 Quadratkilometer mit 37 Gemeinden und vier Kantonen. Von den 2.000.000 Anwohnern kamen 350 Rückmeldungen, wobei 245 Schadensmeldungen eingingen.

Geothermie-Projektleiter Marco Huwiler von den St. Galler Stadtwerken bestätigte, das es sich bei den allermeisten der gemeldeten Fälle um Kleinigkeiten handele.  Das Budget für die Schadensregulierung werde gut eingehalten werden können.
Das Gesamtbudget für die seismischen Messungen und Vorprojektierung war mit zwölf Millionen Franken veranschlagt worden, wobei die Kosten sich vermutlich doch nur auf sieben bis neun Millionen belaufen werden.

Der nächste Schritt ist die Geothermie-Vorlage im Parlament. Das neue Geothermie-Kraftwerk soll die Hälfte der Haushalte mit Erdwärme versorgen.

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