Kirchweidacher Energie GmbH schreibt 3D-Seismik aus

01.07.2019 | Erkundung & Analyse | Karin Jehle
Geothermiebohrung in Bayern

Die Gemeinde Kirchweidach plant eine Erweiterung der von ihr betriebenen geothermischen Dublette. Zur Erkundung des Zielgebietes hat sie nun 3D-seismische Messungen auf einer Fläche von ca. 44 Quadratkilometern ausgeschrieben.

Praxisforum Geothermie.Bayern 2021

Mit einer Förder- und einer Injektionsbohrung versorgt die Geothermie-Anlage Kirchweidach Gewächshäuser für den Gemüseanbau sowie rund 400 Haushalte mit regenerativer Tiefenwärme. Sowohl die Nachfrage als auch das Potenzial vor Ort sind groß. Auch die Nutzung der Geothermie zur Stromerzeugung ist vorgesehen.

Daher will die Kirchweidacher Energie GmbH die Anlage erweitern und hat bei der zuständigen Bergbehörde einen Antrag auf Erweiterung des Bewilligungsfelds „Kirchweidach“ um eine östlich angrenzende Fläche eingereicht. Deren Eignung soll nun mittels der 3D-Seimik geprüft werden.

Einreichung der Bewerbungsunterlagen bis zum 18.7.2019
Noch bis zum 18.7.2019 können interessierte Firmen ihre Bewerbungsunterlagen einreichen. Am 5.7. findet zudem ein obligatorischer Vor-Ort-Termin statt.

Das Erkundungsziel für die seismischen Untersuchungen liegt in der Abbildung der Oberfläche des Malm sowie von Störungszonen im Malm. Der Hauptabbruch des Landshut-Neuöttinger Hochs (LNH), der aus synthetischen Staffelbrüchen sowie dazu meist senkrecht verlaufenden Querstörungen besteht, befindet sich im Erkundungsgebiet und stellt das prioritäre Erkundungs- und potenzielle Bohrziel dar. Die Oberfläche des Malm ist in Tiefenlagen zwischen ca. 2000 und 3100 Metern zu erwarten, was Zweiweg-Laufzeiten von ca. 1,4 bis 2,0 Sekunden entspricht.

Weitere Informationen zur Ausschreibung sind online hier zu finden.

Ein PDF der Kirchweidacher Energie GmbH stellt zudem die explizite Leistungsbeschreibung zusammen.

Quelle:

Geothermie Kirchweidach GmbH

Projekte zu dieser News