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Tomaten aus Kirchweidach dank Geothermie

7. Mai 2013

In Kirchweidach will die Firma Gemüsebau Steiner aus Österreich geothermisch beheizte Gewächshäuser bauen, in denen künftig pro Jahr bis zu sechs Millionen Tonnen Tomaten reifen sollen. Wie GEOenergie Bayern in einer Presseinformation mitteilte, schaffe das bundesweit bislang einmalige Vorhaben rund 100 Arbeitsplätze. GEOenergie Bayern ist das Mutternehmen von GEOenergie Kirchweidach, die das im Bau befindliche Kraftwerk betreibt.

Seine Beweggründe, in eine geothermisch beheizte Tomatenzucht zu investieren, stellte der Gartenbauunternehmer Josef Steiner aus Hochburg-Ach anlässlich des symbolischen Spatenstichs dar, der vergangene Woche mit geladenen Gästen stattfand. Demnach sei die Tomatenzucht mit fossilen Brennstoffen teuer und umweltschädlich. Für den Import der Tomaten aus Holland und Spanien fielen pro Jahr rund 1,4 Millionen LKW-Kilometer an. Zudem würden wegen der Beheizung von Gewächshäusern mit fossilen Brennstoffen jährlich knapp 20 Millionen Kilogramm CO2 ausgestoßen.

Mit den Worten des chinesischen Philosophen LaoTse erinnerte die CSU-Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner die Gäste an den Pilotcharakter solcher Projekte: "Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt." Sie betonte, dass die Geothermie diese Investitionen und Schaffung von Arbeitsplätzen erst ermögliche. Das "Kirchweidacher Modell" habe viele Vorteile, da in einer ländlichen Region erstmals nicht nur umweltfreundlich Strom produziert, sondern auch Wärme geliefert und dank Restwärme auch noch zusätzlich Arbeitsplätze geschaffen werden, lobte Heckner Gemeinde und Kraftwerksbetreiber.

Bernhard Gubo, Geschäftsführer der GEOenergie Kirchweidach, erklärte, dass durch das geplante Kraftwerk etwa 13.000 Haushalte mit grünem Strom versorgt werden können und eine Wärmeauskopplung von 14.000 Megawattstunden möglich werde. Zudem werde die Abwärme der nahe gelegenen Biogasanlage ebenfalls in das Nahwärmenetz integriert werden. "Bisher musste diese sogar gekühlt werden, so wird auch diese bisher ungenutzte Energie der Biogasanlage umweltfreundlich in den Kreislauf eingebunden", skizziert Gubo das innovative Konzept. Die Inbetriebnahme der Wärmeproduktion ist für 2014, die Inbetriebnahme der Stromproduktion für Frühjahr 2015 geplant.

Die GEOenergie Kichweidach GmbH ist ein gemeinsames Unternehmen der GEOenergie Bayern GmbH und der FG-Holding, beide mit Sitz in Regensburg. (dw)

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