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Unterhaching

Eingang der Geothermie-Anlage in Unterhaching; Quellen: www.geothermie-unterhach
www.geothermie-unterhaching.de
Status: 
in Betrieb
TH 1 in m (MD): 
3.350
TH 2 in m (MD): 
3.580
Nutzungsart: 
Hydrothermal, Doublette
Temperatur in °C: 
122
Förderrate in L/s: 
ca. 150
Mineralisation in mg/L: 
k.a.
Installierte thermische Leistung in MW: 
38

Die thermischen und geologischen Gegebenheiten in Unterhaching sind optimal. Mit einer thermischen Leistung von 30,4 Megawatt war das Geothermie-Kraftwerk, bezogen auf die thermische Leistung, eines der größten seiner Zeit in Deutschland. Aus einer Tiefe von rund 3.350 Meter wird 122 Grad Celsius heißes Wasser mit einer Förderrate von bis zu 150 Liter pro Sekunde gefördert.

Betreiber der im April 2009 ans Netz gegangenen Geothermie-Anlage ist seit 1. Januar 2014 die Geothermie Unterhaching Produktions-GmbH & Co. KG, eine 50-prozentige Tochter der Erdwärme Grünwald GmbH und der Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG. Die Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG ist  eine 100-prozentige Tochter der Gemeinde Unterhaching und der Lieferant der Wärmeabnehmer in Unterhaching. Mit der Geothermie Unterhaching Produktions-GmbH & Co. KG gibt es einen langfristigen Wärmeliefervertrag. Ab 1. Januar 2014 sind die Angestellten und das Kraft-, Heiz- Spitzenlast- und Redundanz-Heizwerk von der Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG in die neue Gesellschaft übergegangen.

Die Anlage Unterhaching war im Münchner Raum die erste, die in Tiefen über 3.000 Meter bohrte um heißes Tiefengrundwasser zu erschließen. Ursprünglich war die Anlage zur Stromerzeugung geplant, wurde jedoch noch vor Inbetriebnahme als Wärme-geführte Anlage konzipiert. Mittlerweile wird im Winter ausschließlich Wärme produziert und bis Ende 2017 nur im Sommer mit der Kalina-Anlage Strom produziert. Ein Ringschluss mit der Geothermieanlage im benachbarten Grünwald gibt Unterhaching ein Back-Up und eine geothermische Redundanz, aber auch die Möglichkeit im Winter Strom zu produzuieren.

Die Gesamtinvestition für die Geothermieanlage in Unterhaching belaufen sich auf etwa 80 Millionen Euro, davon 16 Millionen Euro für die Kalina-Anlage (inklusive Wartung in den ersten 10 Jahren). Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des ZIP-Programm (Zukunftsinvestitionsprogramm) der Bundesregierung, dem BMU, dem Freistaat Bayern und dem KfW-Programm für erneuerbare Energien. Der betriebswirtschaftliche Amortisationszeitraum ist auf 15 Jahre angelegt.

Die Anlage in Unterhaching trägt als Pionierprojekt im Süden von München in bedeutendem Maß zur Erforschung der tiefen Geothermie bei. Unter anderem wurde mit der engen Zusammenarbeit mit Baker Hughes hier in den letzten Jahren eine 150 Liter-Pumpe für den Einsatz bei Temperaturen über 120 Grad Celsius entwickelt. Darüber hinaus ist die Anlage mit den damals tiefsten Bohrungen und den hohen Wassertemperaturen der Wegbereiter für die Stromprojekte in den größeren Tiefen, der in Richtung der Alpen abtauchenden Malm-Karbonatplattform.

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